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Ukraine-Krieg: Kiew kündigt harte Angriffe auf Russlands Ölraffinerien an

2 days ago 3

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Kiew kündigt Reaktion auf Russlands "neue Doktrin" an


Aktualisiert am 03.10.2026 - 19:21 UhrLesedauer: 23 Min.

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Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur der Ukraine (Archivbild): Kiew will nun zurückschlagen. (Quelle: IMAGO/Ukrainian State Emergency Service/imago)

Nach einer neuen Welle russischer Angriffe auf ukrainische Infrastruktur kündigt Präsident Selenskyj eine härtere Reaktion an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 3. Oktober

Kiew reagiert im Ukraine-Krieg mit Angriffen auf Putins Ölindustrie

Die Ukraine will ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien verstärken. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew reagiere damit auf eine neue russische Strategie, die im Ukraine-Krieg darauf abziele, durch Angriffe auf Infrastruktur Menschen aus Kiew und anderen Städten zu vertreiben. Zivile Ziele sollen jedoch ausdrücklich nicht angegriffen werden.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten sollen Geheimdienstunterlagen zeigen, dass Putin für den Winter eine "neue Doktrin“ für Angriffe auf ein breiteres Spektrum ziviler Ziele erlassen habe. Demnach könnten unter anderem Straßen, Schulen und Krankenhäuser im Verlauf von Russlands Angriffskrieg stärker ins Visier genommen werden.

Selenskyj sagte zudem, er sehe aufgrund der Angriffe auf die Energieinfrastruktur derzeit keine Anzeichen dafür, dass Putin an Friedensgesprächen oder einem Waffenstillstand im Krieg in der Ukraine interessiert sei. Gleichzeitig erklärte er, er sei bereit, Putin bei einem G20-Gipfel in Miami zu treffen. Die USA bemühen sich aktuell um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges.

Russland plant weitere Attacken auf Kiew

Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew erneut aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. Eine vorherige Warnung sei nicht von allen befolgt worden, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Damit sei jeder, der bleibe, einer "tödlichen Gefahr" durch "massive russische Vergeltungsschläge" ausgesetzt.

Am Freitag hatte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die Situation in der Stadt "extrem dramatisch" genannt und davor gewarnt, dass Kiew "in Stücke gerissen" werde. Russland griff in den vergangenen Tagen mehrere Brücken über den Dnipro sowie Energieinfrastruktur an.

Flughafen in Vilnius wegen Drohnensichtung zeitweise geschlossen

Litauen hat eine amtliche Warnung vor Luftangriffen für die Region Vilnius herausgegeben. Der Flughafen der litauischen Hauptstadt musste am Samstagmorgen zeitweise schließen, nachdem sich eine Drohne aus Belarus genähert haben soll. Das gab das Verteidigungsministerium in Vilnius bekannt.

In der Region stationierte Kampfflugzeuge der Nato waren kurzzeitig aufgestiegen, konnten allerdings keine Drohne im Luftraum identifizieren. Auch der Betrieb am Flughafen Vilnius wurde nach etwa 45 Minuten wieder freigegeben.

Moldau: Zwei Drohnen eingeschlagen und explodiert

In der Nacht zum Samstag haben laut Angaben des moldauischen Armee zwei Drohnen und drei Raketen den Luftraum des Landes zwischen Rumänien und der Ukraine verletzt. Sie seien in verschiedenen Regionen des Landes abgestürzt und explodiert. Fragmente wurden in der Nähe von Căușeni, Dubovca in Hîncești, Crocmaz in Ștefan Vodă und zwischen Delacău und Puhăceni in Anenii Noi gefunden.

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In der Nähe von Crocmaz verursachte eine Explosion in einem Weinberg einen Vegetationsbrand und beschädigte Fenster an einer nahegelegenen landwirtschaftlichen Einrichtung. In dieser Woche explodierten mehrmals Drohnen während russischer Angriffe auf die Ukraine in der Republik Moldau.

Ex-General: Ukraine steht "härtester Winter" bevor

Angesichts der zunehmend eskalierenden russischen Angriffe auf die Ukraine warnt der ehemalige finnische General Pekka Toveri vor dem "härtesten Winter" im bisherigen Kriegsverlauf. Im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" erklärt der Ex-General, Putin stehe unter erheblichem innenpolitischem Druck. "Putin weiß, dass er diesen Krieg gewinnen muss", so Toveri.

An der Front habe sich die Invasion in einen Stellungskrieg verwandelt, so der Militär. Russlands Bodenangriffe würden weitestgehend ins Leere laufen, zuletzt habe die Ukraine mehr Territorium befreien können, als Russland erobere. "Deshalb wird Putin alles ins Feuer werfen, was er hat", so Toveri. Er erwartet Auswirkungen für die Ukraine, aber auch für ihre Unterstützer in Europa in Form von hybriden Angriffen.

Oligarchen helfen dem Staatshaushalt

Russlands reichste Geschäftsleute haben in diesem Jahr mehr als ein Prozent der Staatsausgaben über "freiwillige" Kriegsspenden gedeckt. Das geht aus Unterlagen zum russischen Staatshaushalt hervor. Im März hatte laut der Nachrichtenagentur Reuters Präsident Putin Oligarchen um Spenden gebeten.

An dem nicht öffentlichen Treffen mit Putin nahmen laut Reuters führende russische Unternehmer teil. Die meisten von ihnen stehen unter westlichen Sanktionen. Die vollständige Teilnehmerliste wurde nicht veröffentlicht. Putin sagte im September, nach dem Treffen seien "Hunderte Milliarden" Rubel gespendet worden.

Ukraine legt russischen Geheimplan vor

Russland soll vorhaben, die Energieinfrastruktur der Ukraine weitgehend zu zerstören. Kiew will einen Geheimplan erhalten haben.

Recherche: So reisen Putins Vertraute

Ein russisches unabhängiges Investigativmedium hat Reisen der Kreml-Elite untersucht. Die Familie von Putin steht ganz oben bei der Nutzung von Privatjets.

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