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Ukraine-Krieg: Kiew beantragt Sitzung im UN-Sicherheitsrat

1 week ago 8

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat


Aktualisiert am 25.05.2026 - 16:52 UhrLesedauer: 32 Min.

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Russland setzt auf eine Rakete mit gewaltiger Reichweite. (Quelle: t-online)

Nach einem der schwersten russischen Angriffe hat die Ukraine eine Sitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. Kiew will eine Abschreckung Moskaus erreichen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dieser Newsblog wurde beendet. Aktuelle Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.

Montag, 25. Mai

Nahe russischer Grenze: Signal von britischem Regierungsjet gestört

Ein britisches Militärflugzeug mit Verteidigungsminister John Healey an Bord ist am vergangenen Donnerstag nahe der russischen Grenze Ziel einer mutmaßlichen Störaktion geworden. Wie die BBC und die "Times" berichten, wurde während eines Flugs von Estland nach Großbritannien das GPS-Signal der Maschine blockiert. Die Piloten mussten demnach für rund drei Stunden auf alternative Navigationssysteme ausweichen.

Britische Sicherheitskreise gehen laut dem Bericht davon aus, dass Russland hinter der Störung steckt. Ob Healey gezielt ins Visier genommen wurde, ist allerdings unklar. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag nachdem London Russland vorgeworfen hatte, zwei britische Aufklärungsflüge über dem Schwarzen Meer "wiederholt und gefährlich" abgefangen zu haben.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums näherte sich dabei ein russischer Kampfjet des Typs Su-35 einem britischen Rivet-Joint-Aufklärer so stark, dass Notfallsysteme ausgelöst und der Autopilot deaktiviert wurden. Eine weitere russische Maschine vom Typ Su-27 habe den RAF-Flieger mehrfach in nur wenigen Metern Abstand überflogen. Healey sprach von "inakzeptablen" Manövern und lobte die "herausragende Professionalität" der britischen Besatzung.

Russland: Drohnenangriff auf Region Jaroslawl

Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Sonntag, 24. Mai

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer "starken Antwort an den Aggressor" aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Sybiha warf Russland vor, mit der "barbarischen Raketenattacke" in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko bis zum frühen Abend auf 81. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte in den sozialen Netzwerken mit, es seien etwa 100 Menschen bei den Angriffen im Land verletzt und mindestens vier getötet worden. Mehr zu dem großangelegten russischen Angriff lesen Sie hier.

Ukraine meldet Drohnenangriff auf russische Öl-Pumpstation

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir angegriffen. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilte der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorgt große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo
mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.

Merz verurteilt russische Angriffe mit Oreschnik-Raketen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die russischen Attacken auf die Ukraine scharf verurteilt. Er bezeichnet die Angriffe und den Einsatz des Oreschnik-Raketensystems in einem Beitrag auf der Plattform X als rücksichtslose Eskalation. "Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine."

Wadephul spricht von "einer weiteren Eskalation"

Außenminister Johann Wadephul verurteilt den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. "Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation", schreibt der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies bestärke ihn darin, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können.

ARD-Studio und DW-Büro nach russischem Angriff teils zerstört

Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew sind auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk am Sonntag in Köln mitteilte, stürzten Wände ein, außerdem gingen Fenster kaputt und Technik wurde zerstört - vermutlich durch Druckwellen. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ARD-Studio befanden, wurde niemand verletzt.

Am DW-Büro in Kiew wurden ebenfalls Fenster und Decken durch die Druckwellen der Angriffe beschädigt. Auch dort seien alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlauf und am Sonntagmorgen wieder zu ihren Schichten erschienen. "Die Nachricht heute Morgen war ein Schock und zeigt einmal mehr die Bedingungen, unter denen Journalistinnen und Journalisten arbeiten, um das zu berichten, was in der Ukraine passiert", erklärte DW-Intendantin Barbara Massing. Die Beschäftigten setzten sich "jeden Tag unvorstellbaren Gefahren aus".

Russland hatte Kiew in der Nacht zum Sonntag mit Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Die ganze Nacht über waren immer wieder laute Explosionen zu hören. Das ARD-Studio liegt im Zentrum von Kiew. Dem WDR zufolge muss nun zunächst die statische Sicherheit des beschädigten Gebäudes überprüft werden – die Berichterstattung wird demnach aber über "mobile technische Lösungen und Ausweichmöglichkeiten" trotzdem fortgesetzt.

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