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Russische Behörden: Pläne zu ukrainischen Gebieten
Aktualisiert am 18.03.2026 - 07:50 UhrLesedauer: 7 Min.

Ein zerstörtes Gebäude in Donezk: Die russischen Behörden planen offenbar, Russen in den annektierten ukrainischen Gebieten anzusiedeln. (Quelle: Dmitry Yagodkin/imago-images-bilder)
Russland spricht erstmals offen über die Gefahr der ukrainischen Drohnen. In den annektierten ukrainischen Gebieten sollen in 20 Jahren Tausende Russen leben. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 18. März
Russland will 114.000 Russen in ukrainischen Gebieten ansiedeln
Russische Behörden planen, bis 2045 fast 114.000 Russen in den besetzten ukrainischen Gebieten in Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson anzusiedeln. Das berichtet die russische Zeitung "Vedomosti" unter Berufung auf Pläne der russischen Bank für Außenwirtschaft und des Instituts für Raumplanung.
Insgesamt wurden demnach 15 Masterpläne und 10 Raumplanungsprojekte für die Volksrepubliken Donezk und Luhansk sowie die Gebiete Saporischschja und Cherson erstellt. Die Bank versicherte, in den Gebieten über 13 Millionen Quadratmeter Wohnraum, mehr als 140 Kindergärten, Dutzende Schulen und etwa hundert medizinische Einrichtungen zu bauen.
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärte Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht habe werden können.
Russland hat in seiner seit mehr als vier Jahren andauernden Offensive in der Ukraine immer wieder die Energieinfrastruktur des Landes angegriffen. Als Reaktion auf die Attacken flog die Ukraine wiederholt Drohnenangriffe auf russisches Territorium.
Dienstag, 17. März
Der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu räumt ein, dass ukrainische Angriffe im russischen Hinterland zu einem immer größeren Problem werden. Die Entwicklung der Kampfmittel, in erster Linie Drohnen, und die Raffiniertheit ihrer Einsatzmethoden seien so, dass sich keine Region Russlands sicher fühlen könne, sagte der Ex-Verteidigungsminister russischen Agenturen zufolge in der Millionenstadt Jekaterinburg im Ostteil des Uralgebirges. Noch vor Kurzem sei der Ural für Angriffe aus der Luft von ukrainischem Territorium aus unerreichbar gewesen, heute befinde er sich in der Zone unmittelbarer Bedrohung.
Die Zahl ukrainischer Angriffe aus der Luft auf Infrastrukturobjekte in Russland habe sich 2025 fast vervierfacht. Schoigu warnte eindringlich, es könnte tragische Folgen haben, das Bedrohungsniveau zu unterschätzen oder bei der Beseitigung bestehender Schwachstellen zu zögern. Dies könnte die sozial-ökonomische Stabilität beeinträchtigen und die logistische Versorgung der Streitkräfte erschweren. Zudem stieg seinen Angaben nach die Zahl der Terroranschläge in Russland 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent.
Ein militärisches Übungsgelände in der russischen Region Pskow brennt offenbar nach einer Explosion. Die Nasa meldet auf ihrer Brandinformationsplattform einen Großbrand. Pskow liegt 32 Kilometer von Estland und 48 Kilometer von Lettland entfernt. Die Ursache des Feuers ist derzeit unbekannt.


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