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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMobilmachung in Russland?
Die Hinweise verdichten sich

Kremlchef Putin bei der Parade am 9. Mai in Moskau: Der Kreml verliert jeden Monat mehr Soldaten in der Ukraine, als sich neu anwerben lassen. (Quelle: IMAGO/Valery Sharifulin)
Schon länger gibt es Sorgen, dass Russland eine neue Mobilisierung ausrufen könnte. Doch der Kreml scheint auf subtilere Methoden der Rekrutierung zu setzen.
Robert "Magyar" Brovdi lässt sich von den jüngsten Meldungen aus Russland nicht verunsichern, jedenfalls nicht erkennbar. "Putin wird seine Leibeigenen an die Front schicken und sie werden in noch größerer Zahl fallen als jetzt schon", sagte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte am Montag im "Telegraph". Doch nicht alle Ukrainer dürften die Hinweise auf eine neue Rekrutierungswelle in Russland so gelassen sehen.
Militärexperten warnen schon länger davor, dass Kremlchef Putin nach den Scheinwahlen der vergangenen Woche eine erneute Mobilisierung ausrufen könnte. Auch wenn das Wahlergebnis selbst gefälscht sein dürfte, gelten die Parlamentswahlen dennoch als Stimmungstest in der Bevölkerung. Nun hätte Putin also freie Hand, um Hunderttausende junger Männer zur Armee einzuziehen. Doch vor einer offenen Mobilisierung scheint die russische Führung derzeit noch zurückzuschrecken.
Russland stockt Rüstungsausgaben massiv auf
Die letzte Mobilisierung im Herbst 2022 – nach einem halben Jahr voller Rückschläge im Eroberungskrieg gegen die Ukraine – trieb Hunderttausende Russen zur Flucht ins Ausland. Auch jetzt dürfte der Kreml ein großes Interesse daran haben, die Bevölkerung in den großen Städten im Westen des Landes von den Folgen des Krieges möglichst abzuschirmen. Stattdessen verdichten sich die Hinweise, dass der Kreml auf eine "verdeckte Mobilisierung" setzt, um seine Kriegsziele zu erreichen.
So hat Kremlchef Putin am Montag per Dekret 15.500 neue Armeestellen geschaffen und die angestrebte Zahl an Soldaten damit auf 1,55 Millionen erhöht. Es ist bereits die vierte Anhebung seit März. Insgesamt hat Russland die Sollstärke der Truppe in diesem Jahr um knapp 48.000 Soldaten erhöht. Zudem will Russland seine Militärausgaben im kommenden Jahr auf einen neuen Höchststand seit 2022 anheben. Geplant sind Kremldokumenten zufolge Ausgaben von umgerechnet rund 178 Milliarden Euro. Die Regierung in Kiew jedenfalls nimmt die Hinweise ernst.
"Tatsache ist, dass Russland schon eine neue Mobilisierung begonnen hat", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videobotschaft. "Sie erhöhen die Zahl ihrer Rekruten auf unterschiedlichen Wegen", so der Präsident. Allein Nordkorea bereite sich auf die Entsendung weiterer 10.000 Soldaten nach Russland vor, zusätzlich zu den schon 8.000 dort befindlichen, erklärte Selenskyj.
Kreml setzt auf Soldaten aus den Randgebieten
In anderen Ländern wirbt Russland Männer unter falschen Versprechungen für die Armee an, berichtete kürzlich die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Laut ukrainischen Angaben haben seit dem Überfall im Februar 2022 mehr als 28.000 ausländische Staatsangehörige aus über 130 Staaten einen Vertrag mit der russischen Armee abgeschlossen. Doch die Zahlen, die der ukrainische Militärgeheimdienst HUR kürzlich nannte, gehen noch weit darüber hinaus.


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