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Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine meldet Eroberungen in Region Dnipropetrowsk

2 months ago 20

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine meldet Rückeroberungen im Südosten


Aktualisiert am 10.03.2026 - 20:55 UhrLesedauer: 8 Min.

Wolodymyr SelenskyjVergrößern des Bildes

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht über militärische Erfolge. (Archivbild) (Quelle: -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa/dpa-bilder)

Selenskyj spricht über Attacke auf wichtige russische Rüstungsschmiede. Putin und Trump reden über die Kriege im Iran und der Ukraine. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 10. März

Ukraine landet Treffer auf Waffenschmiede in Brjansk

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff am Dienstag eine "wichtige" russische Rüstungsfabrik getroffen. Die Fabrik im westrussischen Brjansk habe Elektronik und Komponenten für russische Raketen hergestellt "genau jene, die unsere Städte angreifen", sagte der ukrainische Präsident Wolodmyr Selenskyj am Dienstag in seiner täglichen Videoansprache. Er bezeichnete den Angriff als "eine völlig gerechtfertigte Antwort auf den Aggressor".

Nach russischen Angaben wurden bei dem Angriff in Brjansk sechs Menschen getötet. Mindestens 37 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram. Die Stadt Brjansk zählt etwa 400.000 Einwohner. Sie liegt rund 100 Kilometer Luftlinie von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Die ukrainische Armee setzte nach eigenen Angaben bei dem Angriff britische Storm-Shadow-Raketen ein. Die in der angegriffenen Firma hergestellten Bauteile würden unter anderem für Iskander-Raketen verwendet, die Russland regelmäßig in der Ukraine einsetzt, erklärte der Generalstab der Armee. Die Produktionsstätte sei "erfolgreich getroffen" worden und es sei "bedeutender Schaden" entstanden.

Infolge von Gegenangriffen ist die südostukrainische Region Dnipropetrowsk nach Militärangaben beinahe komplett wieder unter Kontrolle Kiews. Drei kleinere Siedlungen seien noch in russischer Hand und zwei weitere müssten überprüft werden, sagte der im Kiewer Generalstab arbeitende General Olexander Komarenko in einem Interview der Nachrichtenagentur RBK Ukraine.

Aufgrund der ukrainischen Vorstöße gebe es für den Februar eine positive Dynamik. "Es wurde mehr Territorium befreit, als verloren", unterstrich Komarenko. Mehr als 400 Quadratkilometer seien zurückerobert worden. Die Gesamtlage sei weiterhin "schwierig, aber kontrollierbar".

Das Team des im Straflager vor gut zwei Jahren zu Tode gekommenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat die Ergebnisse des umstrittenen offiziellen Obduktionsberichts russischer Behörden veröffentlicht. Nawalnys Mitarbeiterin Maria Pewtschich teilte auf der Plattform X mit, dass das Dokument mit Erlaubnis der Familie veröffentlicht werde. Damit wollten sie einer womöglich schon bald von russischen Staatsmedien als "Sensation" verkauften Präsentation zuvorkommen, erklärte sie.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung, die mehr als 270 Seiten umfasst, stamme vom Sommer 2024 und liege den Angehörigen bereits seit anderthalb Jahren vor und sei auch Experten bekannt. Der russische Staat behauptet seit langem, dass der erst 47 Jahre alte Nawalny am 16. Februar 2024 eines natürlichen Todes gestorben sei.

Seine Familie und sein Team sprechen hingegen von Mord, sie geben Kremlchef Wladimir Putin die Schuld.

Der EU-Sanktionsbeauftragte David O'Sullivan sieht die russische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch. Zwar könnten Sanktionen allein den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht stoppen, "ich bin mir jedoch absolut sicher, dass vier Jahre Sanktionen erhebliche Auswirkungen hatten", sagte O'Sullivan dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstagsausgabe). "Die russische Wirtschaft befindet sich in einem verheerenden Zustand. Alle Wirtschaftsindikatoren blinken rot", fügte er hinzu.

"Das Land taumelt in eine Rezession, hat große Probleme mit den öffentlichen Finanzen, mit der Inflation und mit sehr hohen Zinsen", sagte der Top-Beamte der EU-Kommission weiter. Die Banken würden auf sehr schlechten Krediten sitzen, die die Industrie zur Finanzierung der Kriegswirtschaft aufnehmen musste. Nun könnten die Unternehmen die Kredite nicht mehr begleichen.

"Russland steht kurz vor einer Finanzkrise, ähnlich wie 1998", sagte der irische Diplomat weiter. "Natürlich kann ein Diktator, der entschlossen ist, den Krieg um jeden Preis fortzusetzen, genau das auch tun", fügte O'Sullivan hinzu. Irgendwann werde die Situation aber unhaltbar.

Die Ukraine kann in den nächsten Wochen mit einem dringend benötigten Paket von Patriot-Flugabwehrraketen aus Europa rechnen. Nach Informationen des Magazins "Spiegel" ist es Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gelungen, bei mehreren europäischen Partnern etwa 30 Lenkflugkörper der neuesten Bauart PAC-3 loszueisen. Zusammen mit einer Handvoll der weltweit knappen High-Tech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen so schnell wie möglich um die 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden.

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte die geplante Lieferung des neuen Pakets auf eine entsprechende Anfrage des Magazins. Demnach sei es gelungen, die europäischen Partner zu einer Lieferung von weiteren PAC-3-Raketen zu bewegen, "die sich nahe an der geplanten Zielmarke befindet". Aus Sicherheitsgründen wollte der Sprecher nicht sagen, wie groß das neue Paket genau ist und wann es in die Ukraine geliefert werden soll.

Video | Präziser Treffer am Himmel – Explosion

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Quelle: t-online

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Pistorius hatte bei einem Treffen der Ukraine-Unterstützer vor der Münchner Sicherheitskonferenz vorgeschlagen, dass Deutschland fünf der PAC-3-Raketen aus Bundeswehr-Beständen für die Ukraine bereitstellen werde, wenn die anderen Staaten zusammen 30 weitere Lenkflugkörper liefern. Damals sagten bereits einige Nationen, darunter die Niederlande, unverbindlich eine Lieferung zu. Mittlerweile haben sich die Zusagen bestätigt, folglich kann das Paket ausgeliefert werden.

Eine russische Drohne trifft in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die Drohne zerschmettert Fensterscheiben und setzt Autos in Brand.
Bei einem separaten russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro werden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.

Angesichts des Konflikts mit dem Iran und drastisch gestiegener Ölpreise hat US-Präsident Donald Trump Maßnahmen zur Marktberuhigung beschlossen. Dazu gehören auch eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven. "Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert", sagte Trump weiter.

Hintergrund der Überlegungen ist die Sorge im Weißen Haus, dass der Preissprung an den Zapfsäulen die US-Wirtschaft und die Verbraucher vor den Zwischenwahlen im November belasten könnte. Die Republikaner hoffen, bei den "Midterms" ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen. Seit Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar sind die Ölpreise zwischenzeitlich um mehr als 50 Prozent gestiegen. Sie erreichten in der Spitze 119 Dollar pro Barrel (159 Liter) – den höchsten Stand
seit Mitte 2022.

Eine Aufhebung der Russland-Sanktionen würde das weltweite Ölangebot erhöhen,
könnte aber die Bemühungen des Westens untergraben, der Regierung in Moskau Einnahmen für den Krieg in die Ukraine zu entziehen. Der russische Sondergesandte Kirill Dmitriev hatte zuvor auf der Plattform X erklärt, er diskutiere mit den USA über ein Ende der Sanktionen, da diese der Weltwirtschaft schadeten.

Montag, 9. März

US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Iran-Krieg und den Ukraine-Konflikt beraten. Putin habe eine "rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts" gefordert, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.

Video | Panne bei Putin-Rede zum Weltfrauentag

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Quelle: t-online

Zudem hätten die beiden Präsidenten über die "laufenden bilateralen Verhandlungen unter Beteiligung von Vertretern der Vereinigten Staaten zur Lösung der Ukraine-Frage" gesprochen. Der Kremlchef habe "die Vermittlungsbemühungen" Trumps im Ukraine-Konflikt "positiv bewertet", sagte Uschakow. Die bisherigen Gesprächsrunden zwischen Vertretern der USA, Russland und der Ukraine brachten allerdings noch keinen Durchbruch.

Washington habe um das Gespräch gebeten, fügte der Kreml-Berater hinzu. Das erste Telefonat zwischen Putin und Trump seit Dezember dauerte seinen Angaben zufolge rund eine Stunde.

In den ersten Tagen des Iran-Krieges haben die Länder des Nahen Ostens laut den Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des EU-Kommissars für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, mehr als 800 Patriot-Raketen abgefeuert. Dieser Raketenhagel sei gegen mehr als 2.000 iranische Kampfdrohnen und mehr als 500 ballistische Raketen eingesetzt worden, so die "New York Times". Demnach erklärte Dmytro Lytvyn, ein Berater Selenskyjs, dass die Ukraine in den gesamten vier Jahren des Krieges in der Ukraine nur etwa 600 moderne Patriot-Raketen erhalten habe.

Die Ukraine hatte den Golfstaaten ihre Unterstützung im Kampf gegen Drohnen aus dem Iran angeboten. Zugleich hatte sie Befürchtungen geäußert, der Krieg der USA am Golf könnte zu Engpässen im Nachschub für die eigene Luftabwehr führen.

Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times".

Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.

Nach Berichten des US-Portals "twz" griff der Iran im Krieg am Golf US-Radaranlagen in Jordanien und Katar an.

Sonntag, 8. März

Bei neuen massiven Angriffen Russlands auf die Ukraine sind in der Nacht zu Samstag mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach offiziellen Angaben wurden allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland neun Menschen getötet. In der gesamten Ukraine wurde wegen der Angriffe mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen Luftalarm ausgelöst.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj feuerte die russische Armee 29 Raketen und 480 Drohnen auf die Ukraine ab. Die Angriffe hätten sich auch gegen die Energieinfrastruktur und Bahnanlagen in der Ukraine gerichtet. Selenskyj forderte die Verbündeten vor dem Hintergrund des Iran-Krieges auf, dem Land weitere militärische Unterstützung bereitzustellen.

Nach einem Drohnenangriff ist örtlichen Behörden zufolge in einem Ölterminal in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzzentrale der Region schreibt auf Telegram, 91 Feuerwehrleute würden den Brand in Armavir bekämpfen. Es gebe keine Verletzten.

Die Ukraine, deren Streitkräfte in der Vergangenheit wiederholt russische Ölanlagen angegriffen haben, äußerte sich zunächst nicht. Frühere Angriffe hatte die Ukraine unter anderem damit begründet, dadurch die Handlungsfähigkeit Russlands in dessen Angriffskrieg einzuschränken.

Samstag, 7. März

Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in ein Wohnhaus seien mindestens sieben Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, am Morgen auf Telegram mit. Unter den Toten waren demnach auch ein Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen. Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen mehrfach erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen.

Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach hatte die Rakete große Teile des Gebäudes weggesprengt. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als zehn Verletzten. "Russland hat 29 Raketen, davon fast die Hälfte ballistische Raketen, und 480 Drohnen, davon die meisten vom Typ Shahed, gegen die Ukraine eingesetzt", teilte er in den sozialen Netzwerken mit. Einmal mehr sei die Energieversorgung Ziel der russischen Angriffe gewesen.

Betroffen waren demnach auch Kiew, die westukrainischen Regionen Chmelnyzkyj und Tscherniwzi (Czernowitz) sowie die Eisenbahn in der Region Schytomyr im Nordwesten des Landes. "Es wurden Schäden in den Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Winnyzja, Odessa, Poltawa, Sumy und Tscherkassy festgestellt. Überall, wo es notwendig ist, sind die entsprechenden Dienste im Einsatz", teilte Selenskyj auf Telegram mit. In Kiew hatte Bürgermeister Vitali Klitschko die Menschen wegen des Raketenalarms aufgerufen, Schutz zu suchen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten dafür gut ausgerüstet seien, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Dabei befand er sich in der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.

Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskyjs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.

Nach längerer Pause verhandeln Moskau und Kiew inzwischen wieder über einen Weg zur Beendigung des Krieges. Russland fordert dabei für ein Ende der seit mehr als vier Jahre andauernden Kampfhandlungen den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dieser Region. Kiew lehnt diese Forderung ab.

Ungarns Behörden haben einen ukrainischen Geldtransport mit Millionenbeträgen und Gold gestoppt. Hier lesen Sie erste Details zu dem Vorfall.

Hier finden Sie ältere Nachrichten zum Ukraine-Krieg.

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