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Ukraine-Krieg aktuell: Großbritannien fängt Öltanker der Schattenflotte ab

1 week ago 7

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Briten stürmen Öltanker von Putins Schattenflotte


Aktualisiert am 14.06.2026 - 11:56 UhrLesedauer: 22 Min.

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Video zeigt: Nächtlicher Angriff auf Industrieanlage in Russland.

Britische Streitkräfte haben wohl einen russischen Öltanker abgefangen. Ein russisches Chemiewerk ist offenbar angegriffen worden. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 14. Juni

Starmer: Streitkräfte fangen Öltanker der Schattenflotte ab

Großbritannien hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Der Streitkräfte-Einsatz sei auf seine Anweisung hin in den frühen Morgenstunden erfolgt, teilt Starmer auf der Plattform X mit. Die erfolgreiche Operation versetze Russland einen weiteren Schlag.

In einer sechs Stunden dauernden Operation enterten Royal Marine Commandos und speziell ausgebildete Strafverfolgungsbeamte der National Crime Agency das Schiff, schreibt die BBC.

Russland betreibt eine "Schattenflotte" von Tankern mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen, um die gegen seine Ölexporte verhängten internationalen Sanktionen zu umgehen.

Russisches Chemiewerk nach Angriffen in Brand

Das Chemiewerk Azot in der russischen Stadt Novomoskowsk ist nach Berichten in sozialen Netzwerken in der Nacht zum 14. Juni in Brand geraten. Nach Angaben des unabhängigen Telegram-Kanals Exilenova Plus sei die Anlage nach Angriffen in Flammen aufgegangen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang noch aus.

Das Werk liegt in der Region Tula rund 395 Kilometer von der Ukraine entfernt. Berichten zufolge ereigneten sich die Angriffe in der Nacht. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten wurden zunächst nicht bekannt. Behörden sprachen von heruntergefallenen Drohnentrümmern, die das Werk beschädigten. Offiziell werden von russischer Seite erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe äußerst selten bestätigt.

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Samstag, 13. Juni

Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt. Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.

Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.

Ukrainisches Akw Saporischschja wieder am Netz

Fast drei Tage nach einem Verlust der externen Stromversorgung durch einen Angriff ist das russisch kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine wieder ans Netz gegangen. Der Strom sei nach Reparaturen an einer Notstromleitung während einer lokalen Feuerpause wiederhergestellt worden, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien am Samstag im Onlinedienst X.

Der mittlerweile 19. Verlust der externen Stromversorgung des Kraftwerks seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 war am Mittwoch durch einen Angriff auf ein Umspannwerk ausgelöst worden. Während des Ausfalls der externen Stromversorgung musste das Akw der IAEA zufolge auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen, um die Kühlung seiner Reaktoren aufrechtzuerhalten.

"Mit einer Dauer von fast drei Tagen war dies einer der längsten derartigen Stromausfälle an der Anlage und unterstreicht die extreme Fragilität des Stromnetzes", erklärte die IAEA. Es sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden und die Strahlungswerte seien normal geblieben. Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme.

Russland nach dem Ukraine-Krieg: Putin fürchtet die Endabrechnung

Russlands Präsident hat sein Land auf einen langen Krieg vorbereitet. Doch ausgerechnet ein Ende der Kämpfe könnte das System vor Herausforderungen stellen, für die der Kreml bislang keine Lösung hat. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Ukraine attackiert mehrere Ölanlagen in Russland

Die Ukraine hat auch am Samstag gezielt die Infrastruktur der russischen Öl-Industrie angegriffen. Dabei wurde in der Hafenstadt Temrjuk in der Region Krasnodar ein Mensch
getötet, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In einem Hafenterminal sei ein Feuer ausgebrochen. Das ukrainische Militär und der Geheimdienst SBU erklärten, sie hätten in der Nacht mehrere Ziele in Russland getroffen.
Dazu gehöre neben dem Hafenterminal eine Ölverarbeitungs- und Pumpanlage in der Region Wolgograd.

Am Terminal Tamanneftegaz in der Region Krasnodar sind nach SBU-Angaben fünf Treibstofftanks und zwei Ölverladestationen getroffen worden. In der Region Wolgograd löste ein anderer Angriff den regionalen Behörden zufolge ein Feuer in einem Industriegebiet im Bezirk Kotowo aus. Gouverneur Andrej Botscharow nannte keine Details zu den Schäden. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff und erklärte, nahe der Stadt Kotowo sei ein Komplex getroffen worden, in dem Öl in Pipelines zu Raffinerien und für den Export gepumpt werde.

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Seit Wochen: Putins Zentralbankchefin von der Bildfläche verschwunden

Elwira Nabiullina gilt als Wirtschaftsexpertin Putins. Ihre Abwesenheit bei öffentlichen Terminen löst nun Spekulationen aus. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

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