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Ukraine aktuell: Ukrainischer Kampfjet fängt Feuer – Pilot reagiert

1 hour ago 4

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukrainischer Kampfjet fängt Feuer – Pilot reagiert


Aktualisiert am 11.08.2026 - 01:36 UhrLesedauer: 7 Min.

Zwei polnische Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 (Archivbild).Vergrößern des Bildes

Zwei polnische Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Björn Trotzki)

Selenskyj kündigt neue Angriffe im russischen Hinterland an. Putins Atom-U-Boote sind mit Netzen überspannt. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 11. August

Russland startet erneut Luftangriffe auf ukrainische Städte

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurden allein in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet und weitere 20 verletzt, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb. Es seien Industrieanlagen und Infrastruktur angegriffen worden.

Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs.

Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete, Russland habe mit ballistischen Raketen einen erneuten Angriff gestartet. Die ukrainische Luftwaffe warnte dem Bericht zufolge zugleich, dass russische Raketen auf Sumy, Charkiw und Tschernihiw zielten.

Ukrainischer Kampfjet stürzt bei Einsatz ab – Pilot gerettet

Ein ukrainischer Kampfjet vom Typ MiG-29 gerät bei einem Kampfeinsatz in Brand und stürzt ab. Der Pilot rettet sich nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit dem Schleudersitz und wird in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignet sich in der südukrainischen Region Odessa, als der Pilot russische Stellungen ins Visier nimmt, wie die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei es beim Abfeuern einer Rakete zu einem Notfall gekommen. Dadurch habe das Flugzeug Feuer gefangen und der Pilot die Kontrolle verloren, obwohl er noch versucht habe, die Maschine zu retten. Die genaue Absturzursache werde untersucht.

Selenskyj kündigt neue Angriffe im russischen Hinterland an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gegenangriffe im russischen Hinterland angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft verwies er auf einen zuvor schon vom Generalstab bestätigten Schlag gegen die russische Ölindustrie in Tobolsk in Sibirien. Es werde weitere ukrainische Angriffe im russischen Hinterland geben, um Russland zu zeigen, dass Frieden notwendig sei.

Selenskyj warnte auch erneut vor Nordkorea. Moskau habe zusätzliche ballistische Raketen von Pjöngjang erhalten und bereite sich auf die Ankunft eines weiteren Kontingents nordkoreanischer Soldaten auf russischem Territorium vor, sagte Selenskyj ohne Belege zu nennen. Nordkoreas Waffen seien in Zusammenarbeit mit Russland weiterentwickelt worden. Das sei eine Gefahr für die asiatischen Staaten.

Erst am Wochenende hatte Selenskyj gesagt, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. Er sprach von bis zu 50.000 Soldaten.

Montag, 10. August

Oberstes Gericht schließt russische Oppositionspartei von Wahl aus

Sie fordert ein "Leben ohne Angst" und will den Ukraine-Krieg beenden: Die Partei Jabloko steht in Opposition zu Kreml-Chef Putin. Nun erlitt sie eine schwere Niederlage.

Deutsche Zeitung reagiert nach Kritik aus Russland

Nach der Frage eines ihrer Korrespondenten an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Töten russischer Soldaten hat sich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)" zu dem Vorgang geäußert. Die Frage einer ihrer Reporter sei missverständlich formuliert gewesen, teilte die Pressestelle der Zeitung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der "FAZ", dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.

Der "FAZ"-Korrespondent hatte Selenskyj am Samstag bei der Pressekonferenz in Belgrad gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Nach Angaben der "FAZ" bezog sich die Frage auf aktuelle Debatten unter Verteidigungsexperten darüber, wie die russische Armee in personelle Schwierigkeiten gebracht werden könnte, um Russland zu Friedensverhandlungen zu bewegen.

Das russische Außenministerium reagierte am Sonntagabend mit scharfer Kritik an dem Journalisten. Es bezeichnete ihn unter anderem als "braunen Propagandisten" und warf ihm vor, Russen zu entmenschlichen und Hass gegen Russland zu legitimieren. Die "FAZ" verwies ihrerseits auf "Diffamierungen und Drohungen" gegen ihren Korrespondenten im Zusammenhang mit der Pressekonferenz. "Das ist inakzeptabel", hieß es. Zur Pressefreiheit gehöre das Recht, Fragen zu stellen, gerade auf einer Pressekonferenz. Die Zeitung betonte zudem, sie trete für das völkerrechtlich garantierte Selbstverteidigungsrecht der Ukraine und für ein möglichst baldiges Ende des russischen Angriffskrieges ein.

Verschlepptes Kind kämpft nun als Soldat für die russische Armee

Vor vier Jahren verschwand Oleksandr Mustyatse nach der russischen Besetzung seines Heimatdorfes. Nun ist der damals 15-Jährige wieder aufgetaucht – in russischer Uniform und offenbar im Dienst der russischen Armee. Was er zu seinem Seitenwechsel zu sagen hat und wie vielen ukrainischen Kindern etwas Ähnliches geschieht, lesen Sie hier.

Viele Tote nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden. 78 Menschen hätten ärztliche Hilfe benötigt und davon seien 25 ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan.

Bei dem Angriff sei auch eine Unterkunft für Arbeiter schwer beschädigt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Behörden. Dort seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Bürger Usbekistans und Tadschikistans.

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