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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayStreit im Walrettungsteam
Auch beim Wal zeigt Backhaus wieder seinen Pragmatismus. Der von der privaten Walrettungsinitiative kurzfristig eingeflogenen Walexpertin Jenna Wallace aus Hawaii erteilte sein Ministerium auf dem kurzen Dienstweg eine Zulassung, damit die Tierärztin den Wal vor Poel notfalls auch behandeln kann. Im Gespräch mit dem NDR bezeichnete er die Zusammenarbeit mit den Wal-Aktivisten als "gut".
Doch sein unbürokratisches Handeln hat sich in diesem Fall nicht ausgezahlt. Die Tierärztin sowie andere Mitglieder der Initiative haben bis zum Dienstagmorgen das Team im Streit wieder verlassen. Backhaus dazu: "Ich habe natürlich auch mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin abgereist ist." Er nehme das "zur Kenntnis".
Den Wal aber habe er "in seine Obhut genommen", erklärte Backhaus bereits. "Und ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich." Wie weit entfernt das "Ende" noch ist, kann kein Experte seriös bewerten. Backhaus' Versprechen kann für ihn also durchaus noch zur Last werden.
Wahlkampf auf Kosten des Wals?
Schon jetzt nimmt ihn die Opposition in die Mangel. Am 20. September finden in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt. In einer aktuellen Insa-Umfrage liegen die Sozialdemokraten bei 26 Prozent, weit hinter der AfD mit 34 Prozent.
Im Video | Wal Timmy: Helfer rücken mit schwerem Gerät an
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Leif-Erik Holm, Landesvorsitzender der AfD, warf der Regierung in Schwerin und insbesondere Backhaus bereits vor, das Drama um den Buckelwal für den Landtagswahlkampf einzusetzen. "Man hat schon ein bisschen den Eindruck, dass die Landesregierung versucht, den Wal jetzt zu Wahlkampfzwecken zu benutzen. Der Umweltminister ist ja quasi täglich vor Ort", sagte Holm im RTL-Interview.
Wie die "Zeit" unter Berufung auf Parteikreise berichtet, soll Backhaus tatsächlich für die SPD noch mal eine zentrale Rolle im Wahlkampf einnehmen. Landeschefin Manuela Schwesig soll sich persönlich um den 67-Jährigen bemüht haben. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern kennen und mögen ihn, die Sozialdemokraten brauchen ihn. Ist der Wal also wirklich nur ein Geschenk im Wahlkampf, das Backhaus dankend annimmt?
"Diese Hölle ist die schlimmste, die ich je als Minister erlebt habe"
Wohl kaum. Das Engagement des Ministers bringt ihm nicht nur Freunde ein – im Gegenteil. Als er den Wal Anfang April bereits für so gut wie tot erklärt hatte, erreichten Backhaus unzählige Drohungen, auch gegen seine Familie. "Ich bin hier schon durch einige Höllen gegangen. Aber diese Hölle ist die schlimmste, die ich je als Minister erlebt habe", zitierte die "Bild" den SPD-Politiker dazu.


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