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USA wollen Land zu "Hornissennest" machen
02.07.2026 - 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Trump hatte zuletzt mit Äußerungen Unruhe in Taiwan ausgelöst. Nun überrascht ein hoher US-Vertreter mit einem Strategieplan gegen Chinas Ambitionen.
Ein ranghoher US-Diplomat hat Taiwan aufgefordert, zur Abschreckung Chinas ein Drohnen-Arsenal aufzubauen. "Nichts wird einen Konflikt wirksamer abschrecken, als Taiwan in ein Hornissennest aus Luft-, Oberflächen- und Unterwasserdrohnen zu verwandeln", sagte Raymond Greene, der Leiter des Amerikanischen Instituts in Taipeh, am Donnerstag auf einem Forum in der Stadt Taichung. Das Institut ist die faktische Botschaft der USA auf der Insel. Drohnen böten eine bahnbrechende Möglichkeit, die Sicherheit Taiwans zu erhöhen und den Frieden in der Region zu festigen.
Das klare Bekenntnis der US-Regierung von Donald Trump zu Taiwan überrascht. Vor einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping hatte Trump angedeutet, dass Peking künftig bei US-Waffenlieferungen an Taiwan mitreden könnte. Der Inselstaat hatte sich nach dem zweiten Weltkrieg vom Festland losgesagt. China betrachtet Taiwan als integralen Bestandteil der Volksrepublik. Fachleute sprechen von Ein-China-Politik.
Vorbild ist die Ukraine
Die USA sind der wichtigste internationale Unterstützer und Waffenlieferant Taiwans, obwohl sie keine formellen diplomatischen Beziehungen zu der demokratisch regierten Insel haben. Greene verwies auf den Krieg in der Ukraine, wo Drohnen die Verteidigungsfähigkeit erheblich gestärkt hätten, selbst wenn man einer Übermacht gegenüberstehe. Die USA und Taiwan könnten eine "demokratische" Drohnenproduktion verankern und so die kollektive Abschreckung der freien Welt stärken.
Die Regierung in Taipeh hat Drohnen und andere sogenannte asymmetrische Waffensysteme zur Priorität erklärt. Im Mai hatte das von der Opposition dominierte Parlament jedoch nur zwei Drittel der von Präsident Lai Ching-te geforderten zusätzlichen Verteidigungsausgaben bewilligt.
Präsident Lai erklärte am Mittwoch, der Aufbau asymmetrischer Kampffähigkeiten sei ein "Wettlauf gegen die Zeit". Er lehnt die Souveränitätsansprüche Pekings ab und betont, nur das Volk der Insel könne über seine Zukunft entscheiden. Trump hatte sich zuletzt um eine Deeskalation bemüht und erklärt: "Ich möchte, dass Taiwan sich beruhigt. Ich möchte, dass China sich beruhigt."


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