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Streit um Aluminium für Russland: Irland in der Kritik

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Streit um Aluminiumoxid für Russland

Irischer Minister zu Ukraine-Vorwürfen: "Gähn"


Aktualisiert am 25.07.2026 - 01:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Niall Collins beim Baumpflanzen. Er weist Vorwürfe zurück, Irland würde Russland im Krieg helfen.Vergrößern des Bildes

Niall Collins beim Baumpflanzen. Er weist Vorwürfe zurück, Irland würde Russland im Krieg helfen. (Quelle: TONY MAXWELL/Facebookpage Collins)

Eine irische Raffinerie exportiert Aluminiumoxid nach Russland. Kritiker sagen, es wird für Waffen verwendet – die Regierung wiegelt ab.

Ein irischer Staatsminister läuft Sturm gegen Medien und Kritiker. Hintergrund sind Lieferungen von Aluminiumoxid (Alumina) einer Raffinerie aus seinem Wahlkreis in Limerick an Russland. Niall Collins, Mitglied der regierenden Fianna-Fáil-Partei, hat sogar dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, "zu übertreiben".

Das Aughinish Alumina-Werk ist die größte Aluminiumoxid-Raffinerie in Europa. Sie gehört zum russischen Konzern Rusal, der dem unter Sanktionen stehenden russischen Oligarchen Oleg Deripaska zugerechnet wird. Im März berichteten die "Irish Times" und das Organised Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP), dass aus Irland exportiertes Alumina über russische Hüttenwerke und Zwischenhändler indirekt an über 40 sanktionierte russische Waffenhersteller gelangt. Der Stoff wird für die Herstellung von Aluminium benötigt.

Collins sprach am Mittwoch von einer "Desinformationskampagne", wie die "Irish Times" berichtet. Es gebe "keine Beweise", dass Aluminium aus Irland "in dem, was als russischer Militärkomplex bezeichnet wird, landet".

Kritikern, die ihm auf der Plattform X vorwarfen, dass er sich über die mutmaßliche Umweltverschmutzung durch die Raffinerie und die von Russland getöteten Menschen in der Ukraine lustig mache, antwortete er: "Gähn. Wieder mal."

Regierung: Keine Hinweise auf Verwendung in Waffen

Die irische Regierung hatte in einer Antwort an die EU-Kommission ebenfalls geschrieben, dass kein Aluminiumoxid direkt für Waffen verwendet werde. "Derzeit liegen keine Informationen vor, die als ausreichender Beweis dienen könnten, um die Behauptungen zu bestätigen, dass Aluminiumoxid aus Irland in die Lieferkette russischer Rüstungsunternehmen gelangt", sagte der Minister für Firmen, Tourismus und den Arbeitsmarkt, Peter Burke.

Das hatte auch der irische Premierminister Micheál Martin bei seinem Besuch in Kiew am Mittwoch verkündet. Doch den neben ihm stehenden Selenskyj konnte er wohl nicht überzeugen. Der ukrainische Präsident sagte laut Euronews: "Unsere wichtigste Aufgabe – das ist das Kernproblem – besteht also darin, dass dies nicht nach Russland gelangt, damit es nicht der Waffenproduktion dient und damit dieser Krieg nicht finanziert wird". Selenskyj hatte – ohne Irland namentlich zu nennen – mehreren europäischen Staaten vorgeworfen, Metalle nach Russland zu liefern, die für den Kriegsapparat verwendet werden.

Hälfte der Produktion geht nach Russland

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