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"So traurig": Lindsey Graham ist tot – Donald Trump reagiert

1 week ago 4

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Enger Verbündeter

Lindsey Graham ist tot – Trump reagiert

  •  Redakteur für Politik und Wirtschaft

Aktualisiert am 12.07.2026 - 11:30 UhrLesedauer: 4 Min.

Trump und Graham.Vergrößern des Bildes

Trump und Graham: Die beiden Republikaner sind sich in den letzten zehn Jahren sehr nah gekommen. (Archivbild) (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)

Lindsey Graham war ein Republikaner alter Schule und erklärte Donald Trump anfangs für ungeeignet als Präsident. Doch er änderte seine Meinung – und beeinflusste Trump in zentralen Fragen.

Es war eine der ungewöhnlichsten Beziehungen der amerikanischen Politik – und mit dem Tod Lindsey Grahams ist sie zu Ende. Zuletzt stand der Senator aus South Carolina Präsident Donald Trump so nah wie kaum ein anderer. Vor allem beim Iran drängte er auf einen harten Kurs, eine Eskalation, die bis heute anhält. Für Trump bedeutet Grahams Tod den Verlust eines seiner engsten Vertrauten.

Kurz nach Bekanntwerden des Todes würdigte Trump den Senator auf seiner Plattform Truth Social. Graham sei "einer der großartigsten Menschen und Senatoren" gewesen, die er je gekannt habe. "Er war stets im Einsatz und ein wahrer amerikanischer Patriot". "Lindsey wird uns sehr fehlen" und er sei "so traurig", schrieb der Präsident.

Absehbar war das lange nicht, denn das Bündnis hatte mit offener Feindschaft begonnen. Im Vorwahlkampf 2015, als Graham selbst für die Präsidentschaft kandidierte, bezeichnete er seinen Konkurrenten als rassistisch hetzenden, fremdenfeindlichen, religiösen Eiferer, nannte ihn einen Spinner und erklärte ihn für unwählbar. Zur Frage, ob die Republikaner Trump nominieren sollten, sagte er: "Wenn wir Trump nominieren, werden wir vernichtend verlieren – und zwar verdient."

Nach Trumps Wahlsieg 2016 änderte Graham seinen Kurs. Statt wie andere Kritiker vom Rand aus zu schießen, suchte er die Nähe zum Präsidenten. Auch Trump erwärmte sich: "Lindsey war früher ein großer Feind von mir, und jetzt ist er ein guter Freund von mir", sagte er 2018. "Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber ich mag ihn wirklich sehr."

"Ich mag ihn – und er mag sich"

Grahams Zugang zu Trump beruhte auf persönlicher Chemie. Er spielte regelmäßig Golf mit dem Präsidenten, reiste mit ihm und war häufiger Gast in Trumps Residenz Mar-a-Lago und im Weißen Haus. Auf die Frage, wie er trotz Differenzen mit Trump klarkäme, antwortete Graham einst: einigermaßen unterhaltsam sein, Golf spielen – und anerkennen, dass Trump ein guter Präsident sei. Das Verbindende brachte er auf eine ironische Formel: "Wissen Sie, was wir gemeinsam haben? Ich mag ihn – und er mag sich."

Der Schulterschluss mit Trump zahlte sich für Graham politisch aus. Der Senator war beim konservativen Lager lange unbeliebt, weil er zu Kompromissen mit den Demokraten neigte. Als loyaler Verbündeter des Präsidenten gewann er den Rückhalt der Basis zurück und sicherte sich Trumps Unterstützung in Wahlkämpfen.

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