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Russlands Wirtschaft mit Problemen: Wladimir Putin hat Geldnot

2 months ago 32

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Probleme für Russland

Putins Wirtschaft kippt


Aktualisiert am 04.04.2026 - 08:26 UhrLesedauer: 4 Min.

 Sein Ukraine-Krieg stellt die russische Wirtschaft vor immer größere Probleme.Vergrößern des Bildes

Wladimir Putin: Sein Ukraine-Krieg stellt die russische Wirtschaft vor immer größere Probleme. (Quelle: IMAGO/Sergei Bobylev/imago)

Der Kreml profitiert vom Chaos im Nahen Osten, doch die strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft werden immer sichtbarer. Selbst Wladimir Putin räumt inzwischen einen Einbruch der Wirtschaft ein und muss um Geld bitten.

Wladimir Putin hat lange das Bild einer stabilen Kriegswirtschaft gepflegt. Sanktionen? Verkraftbar. Einbrüche? Vorübergehend. Der Krieg gegen die Ukraine sollte wirtschaftlich beherrschbar bleiben, ein großer Teil der russischen Bevölkerung sollte nicht viel davon merken.

Doch im fünften Kriegsjahr kippt die Lage.

Der Kreml spricht inzwischen offen über wirtschaftliche Probleme. Das Bruttoinlandsprodukt ist gesunken, die Industrieproduktion ebenfalls. Putin sagte bei einer Regierungssitzung: "Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr." Das ist mehr als eine Momentaufnahme. Es ist ein Eingeständnis.

Denn lange konnte Russland die Folgen der Sanktionen kaschieren. Die massive Aufrüstung stabilisierte das Wachstum, staatliche Ausgaben hielten die Wirtschaft künstlich am Laufen. Doch dieser Effekt verpufft.

Jetzt zeigen sich die strukturellen Schwächen. Putins Kriegswirtschaft funktioniert nur, solange der Staat immer mehr Geld in das System pumpt. Genau das wird jetzt zum Problem. Denn die Einnahmen geraten unter Druck, während die Kosten des Krieges hoch bleiben.

Wichtigste Einnahmequelle gerät ins Visier

Die Zahlen erzählen eine eindeutige Geschichte: sinkendes Wachstum, steigende Belastungen, ein Staatshaushalt unter Druck. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für 2026 nur noch 0,6 Prozent Wachstum, nach ohnehin schwachen Vorjahren. Gleichzeitig brechen zentrale Einnahmequellen weg. Öl und Gas sind das Rückgrat der russischen Staatsfinanzen. Und genau dort setzt die Ukraine an.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien, Pipelines und Exporthäfen treffen die empfindlichste Stelle der russischen Wirtschaft. In der Ostsee ist der Tankverkehr nahezu eingebrochen. "Wir sprechen hier von einzelnen Schiffen", sagte Mikko Hirvi, Leiter der maritimen Sicherheit bei der finnischen Grenzschutzbehörde, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die finanziellen Folgen sind dramatisch. Die Ökonomin Laura Solanko von der "Bank of Finland" erklärte Reuters, die Ausfälle führten zu "täglichen Einnahmeverlusten von über 70 bis 75 Millionen Dollar".

Noch gravierender: Zeitweise sind rund 40 Prozent der russischen Ölexport-Infrastruktur außer Betrieb. Also genau jene Anlagen, mit denen Russland sein Öl verarbeitet, transportiert und ins Ausland verkauft.

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