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Russischer "Schturm"-Panzer blamiert sich vor Putin
03.10.2026 - 15:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Russischer Panzer "Schturm": Bei der Präsentation des autonomen Kriegsfahrzeugs landete einer der modernen Panzer im Graben. (Quelle: Screenshot / Telegram)
Russlands neuer Roboterpanzer "Schturm" sollte Putin beeindrucken. Am Ende blieb er jedoch im Matsch stecken.
Es sollte ein Vorzeigeauftritt werden: Beim strategischen Manöver "Zentr-2026" führte Russland seinen neuen ferngesteuerten Kampfpanzer "Schturm" vor – auch Präsident Wladimir Putin. Das Debüt endete nach russischen Angaben in einer Blamage. Zuerst berichtete der "Defence Blog" über die peinliche Panne.
Auf dem Truppenübungsplatz Tschebarkul in der Region Tscheljabinsk brach die Funkverbindung zwischen dem Fahrzeug, das auf einem T-72-Fahrgestell basiert, und dem separaten Führungsfahrzeug wiederholt ab, berichten russische Quellen. Für die Demonstration vor Putin wurde der Panzer deshalb gar nicht ferngesteuert: Aus Sorge vor einem technischen Ausfall übernahm ein Fahrer im Inneren das Steuer.
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Geholfen hat das nicht. Ein Foto des Manövers zeigt den "Schturm" mit der Nase nach unten in einem schlammigen Graben neben einem Feldweg, Ketten und vorderer Rumpf im Boden versunken.
Moskau kündigte autonomes Modell als Höhepunkt an
Das russische Verteidigungsministerium erklärte am 2. Oktober, Putin seien die neuen unbemannten Gefechtsfahrzeuge auf Basis des Fahrgestells T-72B3M vorgeführt worden – in einer Panzer- und einer BMPT-Variante. Sie hätten Sturmeinheiten in der Hauptphase der Übung mit Feuer unterstützt, wie der "Defence Blog" berichtet.
Entwickelt wird der schwere Roboterkomplex vom Konzern Uralwagonsawod. Er kombiniert ferngesteuerte Kampffahrzeuge mit einem bemannten Führungsfahrzeug, das ebenfalls auf einem Panzerfahrgestell sitzt. Die Hauptvariante trägt eine verkürzte 125-Millimeter-Kanone für den Kampf in Städten, dazu ein Räumschild und Zusatzpanzerung gegen schultergestützte Panzerabwehrwaffen. Gesteuert wird aus dem Führungsfahrzeug, das dafür nur wenige Kilometer entfernt sein darf.
Experte zweifelt am Konzept des Panzers
Der russische Panzerexperte Andrej Tarasenko verweist in einem Post auf X auf mehrere technische Schwächen: Motorraum und Turmdach seien nahezu ungeschützt – genau jene Stellen, die Drohnen in der Ukraine am häufigsten angreifen. Auch die Grundidee stellt er infrage.
"Die Idee dieses Fahrzeugs erscheint mir nicht gelungen: die Abhängigkeit von einem Gefechtsstand, der drei bis vier Kilometer entfernt und in direkter Sichtlinie sein muss. Ohne eine ordentliche Kommunikation wie Starlink oder etwas Ähnliches hat so ein Fahrzeug keinen Sinn", sagte Tarasenko.
Das Funkproblem trifft den Kern des Systems: Ohne stabiles Signal kann der "Schturm" nicht unbemannt kämpfen – und die Besatzung des Führungsfahrzeugs muss selbst in Frontnähe operieren. In der Ukraine stören beide Seiten täglich Drohnen und Bodenroboter, die überwiegend ebenfalls mit Funkverbindungen arbeiten. Eine verlässliche Verbindung ist dort noch schwerer zu halten als auf einem Übungsplatz.


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