Language Selection

Get healthy now with MedBeds!
Click here to book your session

Protect your whole family with Orgo-Life® Quantum MedBed Energy Technology® devices.

Advertising by Adpathway

         

 Advertising by Adpathway

Russland und Iran: Putins Waffenroute über das Kaspische Meer

1 week ago 3

PROTECT YOURSELF with Orgo-Life® QUANTUM TECHNOLOGY

Orgo-Life the new way to the future

  Advertising by Adpathway

Waffenroute im Kaspischen Meer

Putins abgeschirmter Nachschubweg in den Iran


26.08.2026 - 11:56 UhrLesedauer: 5 Min.

imago images 0759465967Vergrößern des Bildes

Wladimir Putin an Bord der Korvette "Reski" in der russischen Hafenstadt Wladiwostok (Archivbild): Moskau und Teheran haben ihre militärische Zusammenarbeit vertieft. (Quelle: IMAGO/Aleksey Nikolskyi/imago)

Das Kaspische Meer entwickelt sich zu einem wichtigen Logistikkorridor zwischen Russland und dem Iran. Auch Kriegsgüter werden über das Meer verschifft.

Russland hat das Kaspische Meer offenbar zu einer militärischen Lieferroute für den Iran ausgebaut. Mehr als 24 russische Schiffe sollen Nachschub für den Krieg der USA gegen den Iran aus russischen Häfen nach Amirabad im Norden des Iran gebracht haben. Das berichtet NBC News unter Berufung auf ein Dokument einer nicht namentlich genannten europäischen Regierung. Ein westlicher Regierungsvertreter soll bestätigt haben, dass das Dokument echt sei.

Das Papier selbst wurde nicht veröffentlicht. Ein russischer Vertreter wies die Angaben bei NBC als "falsch" zurück. Belegt ist jedoch, dass Russland und der Iran den Seeweg schon zuvor für militärische Transporte genutzt haben, damals in die entgegengesetzte Richtung nach Russland.

Der aktuelle NBC-Bericht deutet auf eine Umkehr der Lieferbeziehung hin. Nach fast sechs Monaten Krieg gegen die USA und Israel versucht der Iran, beschädigte Produktionsanlagen wiederherzustellen und seine Bestände an Drohnen und anderen militärischen Gütern wieder aufzufüllen. Die russischen Lieferungen könnten Teheran dabei maßgeblich helfen.

Munition und Drohnenbauteile auf Schiffen

Dem NBC-Bericht zufolge sollen die Frachter den iranischen Hafen Amirabad an der südöstlichen Küste des Kaspischen Meeres angelaufen haben. Brisant ist die Ladung, von der im Bericht die Rede ist: Neben Munition und Drohnenkomponenten soll Russland auch Sprengstoffe geliefert haben, die etwa bei der Herstellung von Sprengköpfen für ballistische Raketen verwendet werden können.

Viele der im Bericht genannten Schiffe stehen bereits unter Sanktionen der USA oder der Europäischen Union. Einige werden von der russischen Reederei MG-Flot betrieben. Mehrere Frachter sollen zeitweise ihr automatisches Identifikationssystem AIS abgeschaltet haben. Damit lassen sich Position und Kurs eines Schiffes schlechter verfolgen.

Das Abschalten der Sender ist allerdings kein Beweis für die Art der verschifften Fracht an Bord. Über das Kaspische Meer werden auch harmlose Güter wie Getreide und andere Handelswaren transportiert. Glen Howard, Präsident der geopolitischen Denkfabrik Saratoga Foundation, sagte dazu im Gespräch mit Radio Free Europe/Radio Liberty: "Wir wissen schlicht nicht, was sich in den Ladungen dieser Schiffe befindet."

Loading...

Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Die Route hat die Richtung gewechselt

Klar ist: Der Korridor ist nicht neu. Das US-Finanzministerium erklärte bereits im September 2024, dass mehrere Schiffe von MG-Flot regelmäßig zwischen Russland und dem Iran verkehrten. Der Frachter "Port Olya-3" ist laut einer Sanktionsmitteilung des Ministeriums von Russland genutzt worden, um iranische Kurzstreckenraketen nach Russland zu bringen.

Washington verhängte damals Sanktionen gegen den MG-Flot-Vorsitzenden Dschamaldin Paschajew und erfasste vier Schiffe des Unternehmens als blockiertes Eigentum. Das von Paschajew kontrollierte Firmennetzwerk habe seit 2021 mehr als 200 Vereinbarungen über den Seetransport militärischer Güter abgewickelt, erklärte das Ministerium. Die EU setzte im November 2024 MG-Flot selbst auf ihre Sanktionsliste und verhängte Transaktionsverbote gegen die iranischen Häfen Amirabad und Anzali.

Der Iran hatte Russland nach Beginn der großangelegten Invasion in der Ukraine mit Drohnen und anderen Kriegsgütern unterstützt. Teheran half Moskau auch beim Aufbau der Produktion iranisch entwickelter Shahed-Drohnen in der Sonderwirtschaftszone Alabuga. Russland stellt dort inzwischen eigene Varianten der Waffen in großer Zahl her und ist dadurch weniger auf fertige Drohnen aus dem Iran angewiesen.

Ein Meer ohne westliche Flotten

Die Route ist damit wertvoll für beide Länder. Das liegt unter anderem auch an der Lage des Kaspischen Meeres. Neben dem Iran und Russland ist es umringt von Staaten wie Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan. Hinweise darauf, dass einer dieser Staaten die Transporte unterbinden will, gibt es nicht. Von Vorteil ist für Moskau und Teheran auch, dass es keinen direkten Zugang zu den Weltmeeren gibt. Damit kann Russland in Astrachan oder im weiter südlich gelegenen Hafen Olya Waren verladen und ohne Passage durch eine von westlichen Staaten kontrollierte Meerenge in den Iran bringen.

Glen Howard bezeichnete das Kaspische Meer deshalb als eine "natürliche und sichere Versorgungslinie" für beide Staaten. Große Ladungen könnten dort unauffälliger bewegt werden als über offene Seewege.

Russland und der Iran haben die Abschottung des Kaspischen Meeres auch politisch festgeschrieben. In ihrem seit Oktober 2025 geltenden strategischen Partnerschaftsvertrag bekennen sich beide Länder zu dem Grundsatz, dort keine Streitkräfte von Nichtanrainerstaaten zuzulassen. Zugleich vereinbarten sie eine engere militärtechnische Zusammenarbeit und eine Ausweitung ihrer See- und Landtransporte.

Ukraine greift nach dem Korridor

Vollständig geschützt ist die Route dennoch nicht. Ukrainische Kräfte griffen am 25. Juli ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer an. Der ukrainische Geheimdienst SBU erklärte, das Schiff habe militärische Güter zwischen Russland und dem Iran transportiert. Teheran sprach dagegen von einem zivilen Frachter. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Loading...

Loading...

Loading...

Bei der Explosion starb nach iranischen Angaben ein Seemann, ein weiterer wurde verletzt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi drohte zunächst mit einer Reaktion. In einem späteren Gespräch versicherte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha seinem iranischen Kollegen nach Reuters-Angaben, das iranische Schiff sei nicht absichtlich getroffen worden. Teheran verlangte eine Entschädigung.

Der Angriff hat gezeigt, dass ukrainische Drohnen inzwischen auch Ziele auf dem Kaspischen Meer erreichen können. Kiew nimmt bereits seit Längerem militärische Anlagen und Rüstungsbetriebe im Süden Russlands ins Visier. Dazu gehören Ziele in Dagestan und rund um die nördlichen Häfen des Binnenmeers.

USA und EU erhöhen den Druck

Die USA haben unterdessen ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran verschärft. Das US-Finanzministerium belegte am Montag knapp 60 Organisationen, Personen und Schiffe mit Sanktionen. Zugleich weitete es die Möglichkeiten für Sekundärsanktionen auf fünf iranische Wirtschaftszweige aus, darunter die Schifffahrt.

Das Paket richtet sich nicht ausdrücklich gegen die von NBC beschriebenen Transporte. Es erweitert jedoch die Möglichkeiten Washingtons, Unternehmen und andere Akteure zu bestrafen, die in der iranischen Schifffahrt tätig sind oder sie unterstützen.

Die EU geht ebenfalls gegen militärische Transporte auf der Route vor. Im Juli 2026 verhängte die EU zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen ein Transaktionsverbot gegen den russischen Hafen Olya und setzte den Frachter "Port Olya-3" auf ihre Schiffsliste. Für ihn gelten ein Einlaufverbot in EU-Häfen und Beschränkungen für maritime Dienstleistungen.

Hochrangige Vertreter der US-Regierung erklärten Radio Free Europe/Radio Liberty, Washington beobachte die militärischen und logistischen Verbindungen zwischen Moskau und Teheran inzwischen genau. Es gebe Anzeichen, dass aus den für den Krieg geschaffenen Lieferwegen eine dauerhafte Infrastruktur werde.

Barry Pavel, früher im Nationalen Sicherheitsrat der USA für Verteidigungsstrategie zuständig, rechnet deshalb mit wachsendem Verkehr. Er sagte dem Sender: Je enger Russland und der Iran zusammenrückten, desto intensiver würden sie den Korridor nutzen, "in beide Richtungen".

Read Entire Article

         

        

Start the new Vibrations with a Medbed Franchise today!  

Protect your whole family with Quantum Orgo-Life® devices

  Advertising by Adpathway