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Russischer Ölriese in der Krise – 73 Prozent Einbruch
Aktualisiert am 04.04.2026 - 04:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Der russische Staatskonzern Rosneft steckt tief in der Krise (Archivbild): Im vergangenen Jahr sind die Einnahmen des Unternehmens rapide eingebrochen. (Quelle: afp)
Der russische Staatskonzern Rosneft steckt tief in der Krise. Sanktionen aus Europa und den USA sowie ukrainische Angriffe auf Infrastruktur treffen den Ölgiganten hart.
Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist dem russischen Staatskonzern Rosneft der Hauptabsatzmarkt in Europa weggebrochen. Kurzzeitig war es der russischen Wirtschaft zwar möglich, die Verluste durch eine Umlenkung der Auslieferungen nach Indien und China abzufedern. Im vierten Kriegsjahr und angesichts massiver Sanktionen der Europäischen Union scheinen nun endgültig die Alarmglocken bei dem russischen Ölkonzern zu läuten. Laut eigenen Angaben sind die Einnahmen im Jahr 2025 um ganze 73 Prozent gesunken.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, Rosneft habe erklärt, dass die Einnahmen aufgrund hoher Zinssätze, einer hohen Gewinnsteuer sowie kurzfristiger inländischer und externer Faktoren gesunken seien. Mit den externen Faktoren dürften wohl wiederholte Luftangriffe der ukrainischen Armee auf Rosneft-Einrichtungen gemeint sein, die die Abläufe des Konzerns regelmäßig stören.
Straße von Hormus belastet Rosneft zusätzlich
Zudem erhöhte die EU 2025 den Druck auf Rosneft durch gezielte Sanktionen gegen eine indische Raffinerie, die sich teilweise im Besitz des Ölkonzerns befindet. Auch die USA hatten Sanktionen gegen Rosneft sowie gegen den russischen Ölkonzern Lukoil verhängt. Im Zuge des Iran-Kriegs wurden diese jedoch teilweise wieder zurückgenommen, darunter auch Sanktionen gegen den deutschen Ableger des Rosneft-Konzerns.
Rosneft-Chef Igor Setschin erklärte Reuters zudem, dass die jüngsten Preiserhöhungen bei Öl durch die Blockade der Straße von Hormus dem Konzern keine zusätzlichen Einnahmen beschert hätten. Auch für den russischen Konzern ist Hormus eine wichtige Handelsroute; explodierende Kosten für Transport und Versicherungen würden zusätzlich zu Buche schlagen. Zudem hatte die Ukraine in den vergangenen Wochen auch die russischen Häfen im Baltikum wiederholt bombardiert, wodurch der Betrieb zusätzlich gestört wurde.


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