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Russland: Putins Partei siegt bei Scheinwahlen für Staatsduma

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Abstimmung zur Staatsduma

Putins Partei siegt bei Scheinwahlen in Russland

20.09.2026 - 22:26 UhrLesedauer: 3 Min.

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Wladimir Putin (Archivbild): Seine Partei hat bei den Scheinwahlen für die Staatsduma fast jede zweite Wählerstimme erhalten. (Quelle: IMAGO/Vyacheslav Prokofyev/Russian Gov/imago)

Putins Partei Geeintes Russland hat die Parlamentswahl in Russland klar gewonnen. Der Urnengang wurde von massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region Moskau überschattet.

Die Partei von Präsident Wladimir Putin hat die Parlamentswahl in Russland laut Nachwahlbefragungen wie erwartet klar gewonnen. Der am Sonntagabend vom staatlichen Meinungsforschungszentrum veröffentlichten Prognose zufolge holte die Regierungspartei Geeintes Russland gut 49 Prozent der Stimmen und fuhr damit ein ähnliches Ergebnis ein wie bei der Wahl vor fünf Jahren. Die ebenfalls Kreml-treue Kommunistische Partei kam demnach auf rund 14 Prozent, die nationalistische LDPR auf knapp elf Prozent der Stimmen.

Da die Nachwahlbefragungen nicht die auf elektronischem Weg abgegebenen Stimmen sowie die von Soldaten berücksichtigten, werde das tatsächliche Wahlergebnis für die Präsidentenpartei voraussichtlich noch höher ausfallen, sagte der Chef des staatlichen Meinungsforschungszentrums, Waleri Fedorow.

Kriegsgegner von Jabloko wurden ausgeschlossen

Präsident Putin hatte zu einer starken Wahlbeteiligung aufgerufen – als Zeichen der Unterstützung für die Armee und als "Antwort an alle, die Russland schwächen wollen". Putins Partei hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen, neben ihr waren nur andere kremltreue Parteien zur Wahl zugelassen.

Die Anti-Kriegspartei Jabloko war im vergangenen Monat von dem Urnengang ausgeschlossen worden. Führende Vertreter der russischen Opposition wurden in den vergangenen Jahren größtenteils ins Exil getrieben. Putins prominentester Widersacher Alexej Nawalny starb Anfang 2024 in einem sibirischen Straflager.

Ukraine greift Russland am Wahltag an

Überschattet wurde die Wahl am Sonntag von massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region Moskau, bei denen nach russischen Behördenangaben zwei Menschen getötet wurden. Eine große Raffinerie nahe Moskau wurde von einer Drohne getroffen und geriet in Brand. Aus einem 21-stöckigen Wohnhaus mussten nach Behördenangaben 400 Menschen in Sicherheit gebracht werden, nachdem es von einer Drohne getroffen wurde und ein Feuer ausbrach.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine eine versuchte Störung der Wahl vor. Nach seinen Angaben fing die russische Flugabwehr mehr als 1.600 Drohnen ab, von denen sich 450 direkt auf die Hauptstadt zubewegt hätten.

Russland kündigte verstärkte Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt an: Als Reaktion auf "die Attacken des Kiewer Regimes auf zivile Ziele in Russland" werde die russische Armee ihre "hochpräzisen Angriffe auf militärische Ziele in Kiew fortsetzen und intensivieren", erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau.

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