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Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"In ständiger Kampfbereitschaft"
Russland setzt jetzt auf eine Doppelstrategie
01.09.2026 - 10:21 UhrLesedauer: 3 Min.

Feuerwehrleute löschen einen Brand in einem Betriebsgebäude in Kramatorsk (Archivbild): Russland greift die Ukraine jetzt in schnellerem Rhythmus an. (Quelle: IMAGO/Francisco Richart/imago)
In den vergangenen Wochen hat Moskau seine Drohnenstrategie im Krieg gegen die Ukraine verändert. Das setzt Kiew gehörig unter Druck.
Russland hat Kiew und das Umland in der Nacht zum Dienstag erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Es war der sechste Tag in Folge, an dem die ukrainische Hauptstadt unter Beschuss stand. Mindestens neun Menschen wurden getötet und 14 weitere verletzt, wie Reuters unter Berufung auf ukrainische Behörden berichtete.
Blickt man auf die russische Angriffstaktik der vergangenen Monate, so hat sich zuletzt vor allem der Ablauf verändert. Bislang bündelte Moskau seine Drohnen- und Raketenangriffe meist zu großen nächtlichen Wellen. Nun lässt es auch tagsüber immer wieder kleine Gruppen schneller Drohnen starten. Teilweise liegt zwischen den Angriffen nicht einmal eine Stunde. Die ukrainische Luftabwehr gerät dadurch massiv unter Druck.
Russland schickt Drohnen im Stundentakt
Am 27. August starteten russische Einheiten nach einer Auswertung des US-Thinktanks Institute for the Study of War (ISW) alle 30 bis 60 Minuten neue Drohnengruppen. In Kiew galt deshalb 14 Stunden lang Luftalarm. Einen Tag später gab es in der Hauptstadt 13-mal Luftalarm, so oft wie noch nie an einem Tag seit Beginn der russischen Großinvasion.
Viktor Kevliuk, Reserveoberst und Analyst am ukrainischen Center for Defense Strategies, sagte dazu dem "Kyiv Independent": "Das Ziel ist nicht nur, ein bestimmtes Ziel zu treffen, sondern die ukrainische Luftabwehr in ständiger Kampfbereitschaft zu halten. Das ist technisch, psychisch und körperlich äußerst schwierig."
Der Dauereinsatz belastet einerseits Soldaten und Material. Zugleich legen die Angriffe aber auch Teile des öffentlichen Lebens lahm: Während eines Luftalarms wird der oberirdische Metroverkehr über den Dnipro eingestellt, Betriebe schließen vorübergehend, Pendler warten auf Bahnsteigen. Nähern sich weitere Drohnen, müssen auch Rettungskräfte ihre Arbeit an einem getroffenen Ort mitunter unterbrechen.
Ganz auf große Angriffswellen verzichtet Moskau allerdings nicht. Vielmehr verbindet Russland beide Muster. Am 28. und 29. August erstreckte sich eine kombinierte Angriffsserie über mehr als 28 Stunden; nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland dabei mehr als 550 Drohnen und weitere Flugkörper ein. Die kleinen Gruppen halten den Druck auch zwischen den massiven Angriffen aufrecht.


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