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Putins Wirtschaftsexpertin: Zentralbank-Chefin Nabiullina fehlt seit Wochen

1 week ago 8

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Wo ist Elwira Nabiullina?

Spekulationen um Putins abgetauchte Zentralbankchefin


Aktualisiert am 14.06.2026 - 11:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Elwira Nabiullina (Archivbild): Die Chefin der russischen Zentralbank ist offiziell krank. (Quelle: IMAGO/Alexander Shcherbak/imago)

Elwira Nabiullina gilt als Wirtschaftsexpertin Putins. Ihre Abwesenheit bei öffentlichen Terminen löst Spekulationen aus.

Fest steht: Die Chefin der russischen Zentralbank, Elwira Nabiullina, ist seit Anfang Juni nicht mehr öffentlich aufgetreten. Das berichtet unter anderem das unabhängige russischsprachige Portal "Meduza". Die Zentralbank selbst erklärte, Nabiullina sei krankgeschrieben, ihre Abwesenheit löst dennoch Spekulationen über einen Konflikt mit dem Kreml aus.

Die Russin fehlte auf dem Petersburger Wirtschaftsforum am 4. Juni, auf einer Konferenz des Wertpapierverbandes NAUFOR am 9. Juni und auch einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin am 10. Juni zum Thema Leitzins und Inflation – den Kernaufgaben der Zentralbank – blieb sie fern. Auffällig: Auch keiner ihrer Stellvertreter nahm an diesem Treffen teil.

Das Verhältnis zwischen Putin und Nabiullina wurde in der Vergangenheit meist als vertraut beschrieben. Allerdings soll der Unmut von Nabiullina über den Krieg von Putin und den damit verbundenen Kosten zunehmend gewachsen sein. Ob das mit ihrem Abtauchen zusammenhängt, ist Teil zahlreicher Spekulationen.

So behauptet der ehemalige Chefredakteur des russischen Staatsfernsehens, Dmitri Skorobutow, in einem YouTube-Video, Nabiullina stünde unter Hausarrest. Der Telegramkanal "Mozhem Objasbit" (zu Deutsch: "Wir können es erklären") spricht von einer Art stillem Protest gegen die hohen Kriegsausgaben von Putin. Die Zentralbankchefin erwäge, ihr Amt niederzulegen und das Land zu verlassen.

Krankheit als Vorwand oder Ultimatum an Putin?

Eine weitere Quelle, die "Mozhem Objasbit" zitiert, spricht von einem Ultimatum an Putin. Demnach soll Nabiullina bereit sein, bis zum Ende ihrer Amtszeit am 24. Juni 2027 weiterzuarbeiten, wenn der Krieg in seiner bisherigen Form weitergeführt wird. Falls Putin das Kriegsrecht verhängen oder die Grenzen schließen sollte, sei die Zentralbankchefin nicht bereit, im Amt zu bleiben.

Auch von einer Krankheit als Vorwand, keine Rede auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg halten zu müssen, berichtet der Telegramkanal. Bestätigt ist keine dieser Spekulationen. Nabiullinas Amtszeit geht offiziell noch bis zum 24. Juni 2027, eine vierte Amtszeit ist ihr danach nicht mehr möglich.

Nabiullina hatte zuvor an nahezu allen Wirtschaftstreffen selbst teilgenommen. Beim Petersburger Wirtschaftsforum sollte sie eigentlich sprechen, ihr Name sei allerdings kurzfristig von der Rednerliste gestrichen worden, so "Meduza". Kremlsprecher Dmitry Peskow erklärte nach ihrer Abwesenheit beim Treffen mit Putin demnach: "Manchmal wird man krank – das ist nichts Ungewöhnliches. Das sollte kein Anlass für Verschwörungstheorien sein." Zur Art ihrer Erkrankung wurden keine Angaben gemacht.

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