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Politiker zum CSD-Anschlag: "Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz"

1 hour ago 6

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Politik über Anschlag in Berlin

"Unsere Freiheit ist aufs Schrecklichste angegriffen worden"


Aktualisiert am 26.07.2026 - 12:10 UhrLesedauer: 4 Min.

Christopher Street Day - BerlinVergrößern des Bildes

Kai Wegner: Berlins Regierender Bürgermeister ist am Abend vor Ort. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Bei einem Anschlag im Umfeld des CSD stirbt eine Frau, viele weitere werden teils schwer verletzt. Das Entsetzen ist groß.

Es sollte das größte Wochenende in der Geschichte des Berliner Christopher Street Days werden, ein Zeichen für eine offene Gesellschaft in schwierigen Zeiten. Hunderttausende feiern in der Hauptstadt. Doch in die Bilder von Regenbogenflaggen und Glitzer reihen sich plötzlich Fotos von Notarztwagen und Rettungsdecken ein.

Im Video | CSD: So lief die Evakuierung ab

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In der Nähe des Potsdamer Platzes fährt ein Fahrzeug gegen 22 Uhr in eine Menschenmenge. Mindestens eine Person kommt ums Leben, etliche weitere Menschen werden teils schwer verletzt. Die Polizei spricht am Morgen von einem Anschlag.

Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig erklärte in einer Pressemitteilung: "Der Anschlag auf die Feiern zum Christopher Street Day in Berlin erschüttert uns zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten." Insbesondere der queeren Community gelte nach dieser abscheulichen Tat besondere Anteilnahme und Solidarität.

Hubigs Parteikollege Matthias Miersch, Fraktionschef der SPD im Bundestag, sagte: "Ich war selbst oft beim CSD, als schwuler Mann weiß ich, wofür dieser Tag steht: für Freiheit, für gleiche Rechte, für das Recht, einfach man selbst zu sein. All das wurde in Berlin auf abscheuliche Art angegriffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Verletzten und ihren Familien." Es brauche jetzt eine "lückenlose Aufklärung der Tat", so Miersch. Er hoffe, der oder die Täter werden schnell gefasst und mit aller Härte zur Rechenschaft gezogen.

Steinmeier: "Erschüttert und entsetzt"

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bot noch am Abend den Landesbehörden die Unterstützung des Bundes an. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde laut einem Sprecher der Bundesregierung unmittelbar nach der Tat informiert. Merz und Dobrindt seien in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien und "werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen", sagte der Sprecher. Mehr zu der Kommunikation von Merz rund um den Anschlag beim CSD und die Kritik daran lesen Sie hier.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte den tödlichen Angriff ebenfalls: "Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben", sagte er in Hamm, wo er an einem Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland teilnahm.

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