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Hegseth blockierte Beförderung von Schwarzen und Frauen
04.04.2026 - 12:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Pete Hegseth: Der Verteidigungsminister blockiert offenbar Beförderungen von Minderheiten und Frauen. (Quelle: IMAGO/Samuel Corum)
Mehrere hochrangige Offiziere warten vergeblich auf ihre Beförderung. Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth steht im Verdacht, gezielt einzugreifen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat offenbar Maßnahmen ergriffen, um hochrangige Beförderungen für mehr als ein Dutzend schwarzer und weiblicher Offiziere im US-Militär zu blockieren oder zu verzögern. Einige von ihnen könnten gezielt wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder einer vermuteten Nähe zu politischen Positionen der Regierung von Joe Biden ins Visier geraten sein, berichtete NBC News unter Berufung auf neun mit dem Verfahren vertraute US-Beamte.
Eigentlich sollen innerhalb der US-Armee, Luftwaffe, Marine und Marineinfanterie die qualifiziertesten Offiziere befördert werden. In den Prozess, der das sicherstellen soll, hat Hegseth nun offenbar eingegriffen, was bei einigen Verantwortlichen innerhalb der Streitkräfte sowie im Weißen Haus Besorgnis ausgelöst haben soll.
So blockierte Hegseth die Beförderung oder Ernennung von drei Marineinfanterie-Offizieren – zwei Frauen und einem schwarzen Mann. Keiner von ihnen stand laut NBC im Fokus interner Untersuchungen oder Ähnlichem, was das Vorgehen rechtfertigen würde. Die Führung des Marine Corps hatte ihre Beförderung empfohlen, doch Hegseth ließ diese trotz Interventionen nicht zu.
"Es gibt keinen einzigen Teilstreitkraftbereich, der von diesem Ausmaß an Einflussnahme durch Hegseth verschont geblieben ist", sagte einer der US-Beamten zur NBC. Andere erklärten, dass insbesondere im Militär und im Weißen Haus die Sorge bestehe, Hegseth blockiere oder verzögere Beförderungen aufgrund von Hautfarbe oder Geschlecht, während er zeitgleich Initiativen zu Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) im Pentagon ins Visier nehme. Zudem gebe es Bedenken, dass Hegseth gezielt Militärangehörige herausgreife, die er mit der Biden-Regierung assoziiere. Laut der NBC habe Hegseth etwa frühere Unterstützung für Corona-Impfungen und Maskenpflichten im US-Militär als Gründe für das Streichen von Beförderungen genommen.
Hegseth entlässt mächtigen Kritiker
Am Donnerstag entließ Hegseth den Stabschef der Armee, General Randy George, dessen Amtszeit eigentlich bis September 2027 dauern sollte. George, der ranghöchste Offizier der Armee, war während der Biden-Regierung militärischer Chefberater von Ex-Verteidigungsminister Lloyd Austin. Er hatte zudem kürzlich um ein Treffen mit Hegseth gebeten, um dessen Blockade von Beförderungen zu besprechen, die sich offenbar auf Frauen und schwarze Männer konzentrierte. Hegseth habe jedoch nach NBC-Informationen ein Treffen oder eine Diskussion darüber abgelehnt.


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