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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj beziffert Finanzbedarf von der EU
Aktualisiert am 16.10.2026 - 20:44 UhrLesedauer: 20 Min.

Kanzler Friedrich Merz (l., CDU) begrüßt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim EU-Gipfel in Brüssel: Kiew braucht 70 Milliarden Euro von der EU. (Quelle: Michael Kappeler)
Der Krieg kostet die Ukraine Milliarden. Millionen zurückgekehrten Ukrainern droht erneute Vertreibung. Alle Nachrichten im Newsblog.
Freitag, 16. Oktober
Selenskyj beziffert Finanzbedarf von der EU
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj braucht von seinen Verbündeten in der Europäischen Union weitere 70 Milliarden Euro für das kommende Jahr, um im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer bestehen zu können. Nötig das Geld "für die Verteidigung, für Waffen und für unsere Widerstandsfähigkeit", sagte er beim EU-Gipfel in einer Rede vor den Staats- und Regierungschefs, die er anschließend auf der Plattform X veröffentlichte. Der Krieg werde die Ukraine im nächsten Jahr insgesamt 155 Milliarden Euro kosten.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits zu Beginn des Gipfels eine Aufstockung der Mittel für die Ukraine gefordert, aber keine Größenordnung genannt. Auf seiner Abschluss-Pressekonferenz sagte er, es gebe eine große Übereinstimmung in der EU, der Ukraine auch über den Winter und im nächsten Jahr weiterzuhelfen. Nach Angaben von EU-Ratspräsident António Costa forderten die Staats- und Regierungschef die EU-Kommission auf, einen Vorschlag zur Deckung des zusätzlichen Finanzierungsbedarfs vorzulegen.
Die Unterstützung der Ukraine war noch nie so wichtig wie heute, sagte Costa und verwies dabei auch auf russische Sabotageakte und wiederholte Verletzungen des Luftraums und der Hoheitsgewässer von EU-Mitgliedstaaten. Die EU hatte der Ukraine im vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt, die nun nicht ausreichen. "Wir wissen, dass wir mit diesem Geld nicht auskommen, die Ukraine mit diesem Geld nicht auskommt", räumte Merz ein.
UN: Im Winter könnten Millionen Ukrainer vertrieben werden
Mehrere Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die nach ihrer Flucht vor dem Krieg in ihre Heimat zurückgekehrt sind, könnten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in diesem Winter erneut vertrieben werden. Für Millionen Menschen stelle sich "nicht mehr nur die Frage, ob sie nach Hause zurückkehren können, sondern ob sie dort sicher bleiben können", erklärte am Freitag der Regionaldirektor der IOM für Europa und Zentralasien, Arthur Erken.
Beschädigte Wohnungen, wiederholte Angriffe auf Energieinfrastruktur und unerschwingliche Heizkosten veranlassen der UN-Organisation zufolge viele Familien in der Ukraine, eine erneute Flucht aus ihrem Zuhause in Erwägung zu ziehen. "Die Absicht, erneut aufzubrechen, ist bei den in den vergangenen drei Monaten Zurückgekehrten am höchsten", erklärte die IOM.
Fast 3,6 Millionen Menschen sind nach Angaben der IOM weiterhin innerhalb der Ukraine vertrieben, während etwa 3,8 Millionen Menschen nach ihrer Vertreibung seit Beginn des Krieges im Februar 2022 an ihren Wohnort zurückgekehrt sind. Rund 1,45 Millionen Menschen, die in ihre Heimat zurückgekehrt sind, leben nun in Gebieten nahe der Frontlinie, darunter 565.000 in der Region Charkiw.
Neue ukrainische Drohne kann Verletzte evakuieren
Eine solche Drohne gab es noch nie: Ein ukrainisches Unternehmen hat ein Modell vorgestellt, das Verletzte transportieren soll. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Nach Angriffen auf Schiffe: Bulgarien fordert Nato-Verstärkung an
Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Mittelmeer hat Bulgarien Verstärkung der Nato angefordert. Verteidigungsminister Dimitar Stojanow erklärte, dass man Kampfflugzeuge und Seeüberwachungsflugzeuge, Luftverteidigungsraketensysteme. Anti-Drohnen-Systeme sowie zusätzliche alliierte Truppen und eine stärkere Nato-Präsenz benötige.
Zudem strebe man gemeinsam mit Rumänien eine koordinierte Reaktion an. Die Nato hat bisher nicht reagiert. Zuvor waren die innerhalb von etwa zwölf Stunden zwei Tanker nahe der rumänischen Schwarzmeerküste von Drohnen getroffen worden.
Drohnenangriff: Sankt Petersburg schließt Flughafen
Wegen eines Drohnenangriffs hat der Flughafen der russischen Millionenstadt Sankt Petersburg den Betrieb eingestellt. Auf der Webseite "Flightradar24" ist zu sehen, dass mehrere Flugzeuge, die eigentlich in Putins Heimatstadt an der Ostsee landen sollten, Warteschleifen im Luftraum östlich der Metropole fliegen und nicht landen können.
Wie unter anderem die Analysten des "Faytuks Network" auf X berichten, hat Finnland den Luftverkehr über dem östlichen Golf von Finnland eingeschränkt. Eine offizielle Bestätigung des Angriffs oder möglicher Schäden steht derzeit noch aus.
Trump über ukrainische Angriffe: Eine Schande
US-Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien scharf kritisiert. "Ich halte das für eine Schande", sagte Trump am Donnerstag dem Sender Newsmax. Durch die Attacken würden die weltweiten Energiepreise in die Höhe getrieben.
Trump bekräftigte seine Kritik am ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und warf ihm vor, er zeige weniger Verhandlungsbereitschaft als Kremlchef Wladimir Putin. Der Krieg müsse bald enden, betonte Trump. "Ich glaube, eigentlich möchten beide, dass er endet", fügte er hinzu. "Aber ich finde, dass der Umgang mit Selenskyj schwieriger ist als der mit Putin."
Steckt Putin hinter Vorfall in Lettland?
Bewaffnete Männer sind auf Nato-Gebiet in Lettland eingedrungen. Die Armee spricht von einer hybriden Bedrohung. Was hat Russland damit zu tun? Lesen Sie hier mehr dazu.
Russische Industrieanlagen in Rostow brennen
Ukrainische Drohnen haben nach Angaben des Gouverneurs der südrussischen Region Rostow, Juri Sljussar, dortige Industrie- und Lageranlagen getroffen und einen Brand ausgelöst. Bei dem Angriff sei ein Mann verletzt worden, schreibt Sljussar im Onlinedienst Telegram.


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