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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Russische Drohnen treffen Tanker in Nato-Gewässern
Aktualisiert am 15.10.2026 - 19:25 UhrLesedauer: 16 Min.

Ein Schiffswrack im Sulina-Kanal (Symbolbild): Dort soll Russland zwei Frachtschiffe getroffen haben. (Quelle: Dynamoland via imago-images.de/imago)
Ein innenpolitischer Gegner Putins warnt. Drohnen treffen Schiffe vor Rumänien. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donnerstag, 15. Oktober
Russische Drohnen treffen Tanker vor Nato-Staat – Seeleute vermisst
Bei einem Drohnenangriff vor der rumänischen Schwarzmeerküste sind zwei Chemikalientanker in Brand geraten. Sieben Seeleute werden vermisst, wie die rumänischen Behörden am Donnerstag mitteilten. Einem Nato-Militärvertreter zufolge stammten die Drohnen aus Russland. Der rumänische Präsident Nicusor Dan bestätigte die Drohnenangriffe, vermied es jedoch, Russland direkt als Verantwortlichen zu benennen. Die beiden Schiffe ankerten nahe der Mündung des Sulina-Kanals, einer für die Ukraine wichtigen Exportroute über die Donau. Eines der Schiffe befand sich in rumänischen Hoheitsgewässern, das andere knapp außerhalb.
In den vergangenen zehn Tagen wurden mindestens fünf weitere Frachtschiffe nahe der Küsten der Nato-Mitglieder Rumänien und Bulgarien getroffen. Nach Angaben örtlicher Behörden gelten mindestens 23 Seeleute als vermisst oder tot. "Die Lage im Schwarzen Meer ist ernst", sagte Präsident Dan. Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte nach einem Treffen mit Dan und dem bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew, das Bündnis werde seine Abschreckungs- und Verteidigungsposition bei Bedarf anpassen.
Wegen der wiederholten russischen Angriffe auf die ukrainischen Schwarzmeerhäfen ist Kiew zunehmend auf die Donauhäfen und Schifffahrtsrouten nahe der Küsten Rumäniens und Bulgariens angewiesen. Die zunehmenden Angriffe auf Handelsschiffe schüren Sorgen über die Getreideexporte aus der Region. Die rumänische Außenministerin Oana Toiu bezeichnete das Schwarze Meer kürzlich als "das derzeit tödlichste Meer, was die Zahl der Opfer unter Seeleuten in den letzten Monaten angeht". Dem bulgarischen Ministerpräsidenten Radew zufolge wollen die EU-Staats- und Regierungschefs über ein mögliches Moratorium für Angriffe auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer beraten.
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Russischer Dissident: Putin wird "im Amt sterben"
Der russische Regierungsgegner Michail Chodorkowski teilt nicht die Befürchtung, dass auf Kremlchef Wladimir Putin ein noch radikalerer Herrscher in Russland folgen könnte. "Ich erwarte nicht, dass nach ihm etwas Schlimmeres kommt", sagte der frühere Ölmagnat vor Journalisten in Berlin. "Alles, was man verschlimmern kann, wird Putin tun." Er werde eskalieren, wenn es seinen Interessen diene. Chodorkowski zeigte sich skeptisch, dass der Ukraine-Krieg und der Großkonflikt zwischen Russland und Europa enden werden, solange Putin an der Macht sei.
"Wird Putin im Amt sterben? Sehr wahrscheinlich", sagte Chodorkowski über den 74-jährigen Kremlchef. Bestenfalls könne es gelingen, den Krieg einzufrieren und eine begrenzte Deeskalation zu erreichen. Ein möglicher Nachfolger müsse erst seine Macht in Russland festigen. Die Möglichkeiten einer Eskalation gegen Europa werde schon Putin ausgereizt haben, sagte Chodorkowski in der Denkfabrik Liberale Moderne. Er erwarte, dass nach Putin Institutionen wie der russische Sicherheitsrat, das Parlament und die Regionen wieder mehr Einfluss gewinnen. Dies werde keine Demokratisierung in westlichem Sinne sein, für die Russen werde es aber spürbar leichter sein.
Der 63-jährige Chodorkowski war als Chef des Ölkonzerns Yukos einer der wohlhabendsten Männer Russlands. Als er Putin zu kritisieren begann, wurde er 2003 verhaftet und kam erst zehn Jahre später aus der Haft frei. Er gilt im Exil als eine wichtige Stimme der insgesamt sehr zersplitterten russischen Opposition.
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Russland steht kurz vor der Fertigstellung eines großen neuen Stützpunkts für den Start von düsengetriebenen Drohnen in der südwestlichen Region Rostow nahe der ukrainischen Grenze. Dies geht aus einer Auswertung von Satellitenbildern durch die Nachrichtenagentur Reuters und Verteidigungsexperten hervor. Wo am 31. August noch ein unbebautes Feld war, steht inzwischen eine Anlage, die etwa 126 Fußballfelder groß ist, wie Aufnahmen der Satellitenbild-Dienstleister Planet Labs und Airbus zeigen. Die Bauzeit betrug lediglich sechs Wochen.
Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Ölinfrastruktur an
Die Ukraine will ihre großangelegten Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufnehmen. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Das Verbot, Raffinerien anzugreifen, ist aufgehoben. Damit ist Schluss", erklärte der ukrainische Präsident.
Als Grund nannte Selenskyj das für ihn schwindende Vertrauen in US-Präsident Donald Trump. Dieser habe den Zugang zu Starlink bewusst blockiert, die Maßnahme gegenüber Kiew jedoch als technische Störung dargestellt. Dies erschwerte sowohl Operationen an der Front als auch Angriffe auf russische Militärstellungen. Auch die ausgebliebenen Warnungen vor ballistischen Raketen, durch die Anfang der Woche sechs Menschen ums Leben kamen, habe Trump auf schlechtes Wetter zurückgeführt. Selenskyj widerspricht dieser Erklärung: "Es war kein technisches Problem, es war sein Wille", so Selenskyj.
Darüber hinaus kritisierte er Trumps Bestrebungen, ein Diesel-Abkommen mit Russland abzuschließen, sowie dessen positive Haltung gegenüber Wladimir Putin. Trump hege eine besondere Zuneigung gegenüber Autokraten und Superreichen, warf Selenskyj dem US-Präsidenten vor. Ein Ende der Angriffe auf die Energieinfrastruktur komme laut Selenskyj nur infrage, wenn die Ukraine im Gegenzug weitere Patriot-Abfangraketen von den USA erhalte.


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