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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAufklärer im Schwarzen Meer
Nato reagiert auf Schiffsangriffe
Aktualisiert am 21.10.2026 - 08:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine P-8A Poseidon im Flug: Das Überwachungsflugzeug wird über dem Schwarzen Meer eingesetzt. (Quelle: IMAGO/Alexander Bogatyrev / SOPA Images/imago)
Die Mitgliedstaaten der Nato stellen das Schwarze Meer unter stärkere Beobachtung. Ein spezielles Marineflugzeug ist bereits im Einsatz.
Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens hat die Nato die Entsendung "zusätzlicher Mittel" in die Schwarzmeerregion angekündigt. Dazu gehörten "Unterstützung für Überwachung, Aufklärung und forensische Analyse", erklärte Nato-Sprecherin Allison Hart nach einem Treffen der Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüssel am Dienstag im Onlinedienst X. "Wir werden weiterhin geschlossen auftreten und dafür sorgen, dass wir bereit und in der Lage sind, jeder Bedrohung zu begegnen", fügte sie hinzu.
Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew bestätigte am Dienstag, dass ein Flugzeug der US-Marine über dem Schwarzen Meer im Einsatz ist.
Seefernaufklärer als Teil der Nato-Mission
Radew sagte vor Journalisten, die Boeing P-8A Poseidon sei ein Seefernaufklärer. Sie fliege Aufklärungsmissionen, um mögliche Bedrohungen aufzuspüren. Die Nato-Partner hätten schnell auf die bulgarische Bitte um Unterstützung reagiert.
Bulgarien habe seine Kapazitäten zur Überwachung, Aufklärung, Erkennung und Reaktion vollständig mobilisiert, so Radew. Er rechne mit weiterer Hilfe der Nato-Verbündeten.
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow erklärte, das Flugzeug sei unter Nato-Kommando und habe in diesem Einsatz keine Angriffsfähigkeit. Seine Einsätze liefen so lange weiter, wie es nötig sei.
Seit Anfang Oktober hat es im Schwarzen Meer infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mehrfach Drohnenangriffe auf Schiffe vor der bulgarischen und rumänischen Küste gegeben. Die Drohnen werden Russland zugeordnet.
Brand auf Öltanker und Feuer auf weiterem Schiff
Am Dienstagabend war zunächst ein Brand auf dem Öltanker "Yara J" vor der Küste Rumäniens gemeldet worden. Kurze Zeit später brach Behördenangaben zufolge am frühen Mittwoch auf einem weiteren Schiff ein Feuer aus. Laut der rumänischen Schifffahrtsbehörde befanden sich an Bord des Chemietankers "Wine Trader" insgesamt zwölf Menschen. "Fünf Seeleute wurden gerettet, weitere sieben gelten noch als vermisst", erklärte die Behörde.
Das Schwarze Meer ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Export von Getreide, Energieressourcen und Rohstoffen. Mit der Intensivierung seiner Angriffe in der Region könnte Russland eine weltweite Ernährungskrise auslösen, kritisierte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag. Sie forderte Moskau auf, die Ausfuhr ukrainischen Getreides nicht weiter zu behindern.


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