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Modschtaba Chamenei: Iran spricht von harmlosen Verletzungen

1 week ago 5

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Seit seinem Amtsantritt verschwunden

Iran äußert sich zum Zustand von Modschtaba Chamenei


25.05.2026 - 18:12 UhrLesedauer: 3 Min.

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Mojtaba Chamenei: Irans neuer Machthaber ist seit dem Beginn des Krieges nicht mehr öffentlich aufgetreten. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Morteza Nikoubazl)

Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei wurde verletzt. Sein Gesundheitsministerium spricht jetzt von harmlosen Blessuren.

Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei ist laut Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums bei US-israelischen Angriffen zu Beginn des Krieges nur "oberflächlich" verletzt worden. Chamenei sei am 28. Februar mittags in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden, habe die Klinik aber bereits am frühen Morgen des folgenden Tages wieder verlassen können, sagte Ministeriumssprecher Hossein Kermanpour der Nachrichtenagentur ILNA.

An dem Tag hatten die USA und Israel einen Großangriff auf den Iran begonnen. Dabei wurde Chameneis Vater Ali Chamenei getötet, der das Land seit 1989 als oberster Führer regiert hatte. Nach iranischen Angaben starben zudem Modschtaba Chameneis Ehefrau, sein Sohn, seine Mutter sowie weitere Familienmitglieder.

"Abgesehen von oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen, die weder zu einer Amputation noch zu besonderen medizinischen Problemen führten, ist nichts Größeres passiert", sagte Kermanpour demnach. Die Verletzungen hätten lediglich mit "zwei oder drei Stichen" genäht werden müssen.

Die Aussagen stehen im deutlichen Widerspruch zu bisherigen Berichten westlicher Medien und Geheimdienstinformationen über den Gesundheitszustand des 56-Jährigen. Seit dem Angriff ist Chamenei nicht mehr öffentlich aufgetreten, auch nicht bei seiner Ernennung zum obersten Führer am 8. März. Von ihm wurden lediglich schriftliche Erklärungen veröffentlicht. Das hatte Spekulationen über seinen Zustand ausgelöst.

Berichte über schwere Verletzungen

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im April unter Berufung auf mehrere Personen aus Chameneis Umfeld berichtet, der neue iranische Führer habe schwere Verletzungen erlitten. Demnach sei sein Gesicht entstellt worden, zudem habe er erhebliche Verletzungen an einem oder beiden Beinen davongetragen. Zwei Insider erklärten laut Reuters damals, Chamenei nehme zwar an Beratungen teil, erhole sich aber weiterhin von seinen Verletzungen.

Auch die "New York Times" berichtete später unter Berufung auf iranische Regierungsvertreter, Chamenei sei schwer verwundet worden. Die Zeitung schrieb, ein Bein sei mehrfach operiert worden, zudem habe er Verletzungen an einer Hand und schwere Verbrennungen im Gesicht erlitten. Präsident Massud Peseschkian, der früher als Herzchirurg gearbeitet hatte, soll laut dem Bericht zeitweise an der medizinischen Versorgung Chameneis beteiligt gewesen sein. Aus Sorge um seinen Gesundheitszustand und seine Sicherheit habe Chamenei Teile der Entscheidungsgewalt vorübergehend an Generäle der Revolutionsgarden abgegeben.

Viele Spekulationen über Chameneis Zustand

Die britische Zeitung "The Times" berichtete zudem unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, Chamenei werde in der Stadt Qom behandelt und sei zeitweise nicht regierungsfähig gewesen. Iranische Offizielle wiesen solche Darstellungen stets zurück.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte im März erklärt, Chamenei sei "vermutlich am Leben, verwundet und entstellt". Offizielle Belege dafür legte Washington damals nicht vor.

Der iranische Gesundheitsministeriumssprecher Kermanpour versuchte nun offenbar, die Spekulationen über den Zustand des neuen Führers zu entkräften. Chamenei habe sich trotz seiner Verletzungen sogar geweigert, während des Ramadan sein Fasten zu brechen. Das spreche "für seine gute Gesundheit", sagte Kermanpour.

In den vergangenen Wochen hatte es aus dem Iran bereits erste Hinweise gegeben, dass Chamenei weiterhin Einfluss auf die Staatsführung ausübt. Präsident Massud Peseschkian berichtete Anfang Mai von einer zweistündigen Unterredung mit ihm. Das Staatsfernsehen meldete zudem, Chamenei habe der Armeeführung neue Anweisungen für den Krieg mit den USA gegeben.

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