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Merz' Renten-Aussage: Warum er doch recht | Kommentar

1 month ago 18

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Der Kanzler empört mit zwei Sätzen zur gesetzlichen Rente viele Politiker im linken Parteispektrum. Das ist ärgerlich, denn in diesem Fall handelt Merz richtig. Weil er die Wahrheit sagt.

Empörung kann Deutschland. Und manchmal hat man den Eindruck: Empören um der Empörung willen, das können hierzulande viele besonders gut.

Aktuell lässt sich das, wieder einmal, muss man sagen, beim Thema Rente beobachten, genauer anhand von zwei Sätzen, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Montagabend vor Deutschlands wichtigsten Bankern hat fallen lassen. Die gesetzliche Rente, so Merz, könne künftig nur noch eine "Basisabsicherung" darstellen, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Zusätzlich brauche es zwingend für alle auch mehr private Altersvorsorge.

Ein absoluter Allgemeinplatz, null Komma null daran ist überraschend, oft genug hat Merz, haben aber auch zahlreiche Experten, Ökonomen und andere Politiker Ähnliches gesagt. "Common Sense" ist das, eigentlich. Und eigentlich damit auch kein Potenzial für große Aufregung.

Wäre da nicht das Wort "Rente", bei dem von Grünen über Linken bis hin zum Koalitionspartner SPD der Verstand auszusetzen scheint. Verstand, mit dem jede und jeder normalerweise zu dem Schluss kommen muss: Merz hat recht. Und er tut gut daran, die Wahrheit zu sagen.

Pawlowsche Rentenreflexe im linken Spektrum

Denn angesichts des demografischen Wandels, der Alterung der Gesellschaft ist es völlig richtig, den Jungen und Mittelalten von heute zu erklären: Wenn das Umlagesystem der gesetzlichen Rente nicht implodieren, unfinanzierbar werden soll, die Jungen noch viel höhere Beiträge abdrücken müssen, um die Bezüge der Alten zu bezahlen, können die Renten von morgen kaum mehr so hoch bleiben, wie sie heute sind. Wer die viel besprochene "Rentenlücke" schließen will, muss sich also selbst um die eigene Altersvorsorge kümmern.

Das ist nicht zu viel verlangt. Selbst mit kleinen monatlichen Sparbeiträgen lässt sich, wenn man früh genug damit anfängt, über mehrere Jahrzehnte ein kleines Vermögen fürs Alter aufbauen.

Umso ärgerlicher, verlogener, populistischer ist es, wenn dann reflexhaft wie beim Pawlowschen Hund Politiker im linken Spektrum diese Wahrheit ignorieren, ja mutwillig suggerieren, der Staat und die gesetzliche Rente könnten auch künftig mehr als nur einen Teil des Lebensstandards im Alter sichern.

Dem ist nicht so, das sollten alle wissen. Der Kanzler ist ehrlich zu den Bürgern. Und das ist gut so.

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