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Massiver Angriff: Moskau fordert Diplomaten auf, Kiew zu verlassen

1 week ago 5

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Massiver Angriff: Moskau fordert Diplomaten auf, Kiew zu verlassen


Aktualisiert am 25.05.2026 - 17:09 UhrLesedauer: 4 Min.

Ukraine-Krieg - KiewVergrößern des Bildes

Russische Luftangriffe haben ein Wohnhaus in der ukrainischen Hauptstadt zerstört. (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa/dpa-bilder)

Kiew erholt sich noch von den massiven Angriffen, da kündigt Russland schon neue an. Nato-Staaten blockieren eine Initiative für die Ukraine. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 25. Mai

Massiver Angriff: Moskau fordert Diplomaten auf, Kiew zu verlassen

Russland hat ausländische Staatsbürger und Diplomaten aufgefordert, Kiew unverzüglich zu verlassen. Das berichtete der Sender i24 News unter Berufung auf das russische Außenministerium. Demnach kündigte Moskau eine neue Welle von Angriffen auf militärische und politische Ziele in der ukrainischen Hauptstadt an.

Russland bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Moskau besetzten Stadt Starobilsk im Gebiet Luhansk. Nach russischen Angaben wurden dabei 21 Menschen getötet. Die Ukraine bestritt einen Angriff auf das Wohnheim und erklärte, Ziel sei eine russische Drohneneinheit gewesen.

In der Nacht zu Sonntag startete Russland bereits eine Vergeltungsaktion und griff nach ukrainischen Angaben mit rund 600 Drohnen und 90 Raketen an. Dabei kam auch die Mittelstreckenrakete "Oreschnik" zum Einsatz. Besonders schwer betroffen war Kiew. Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Rund 300 Gebäude seien beschädigt worden, darunter Wohnhäuser, Schulen und historische Gebäude wie das Außenministerium und das Kunstmuseum. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges. Auch Studios der ARD und der Deutschen Welle wurden beschädigt.

Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine

Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei Raketenbeschuss auf die Stadt Derhatschi im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen Militärgouverneur Oleh Synjehubow zufolge ein 25-Jähriger und ein 68-Jähriger ums Leben. Weitere 23 Personen wurden demnach verletzt. Ein ziviles Unternehmen, Lagerräume und Fahrzeuge seien beschädigt worden.

Ein 64 Jahre alter Mann und eine 38-jährige Frau kamen außerdem durch russischen Beschuss der Stadt Kramatorsk und der Siedlung Jasnohirka ums Leben, wie die regionale Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mitteilte. Drei weitere seien verletzt worden.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg. Erst am Wochenende hatte Russland die Ukraine mit einem der schwersten Angriffe bislang überzogen. Der Kiewer Militärverwaltungschef Tymur Tkatschenko sprach vom größten Angriff Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion gemessen an der Zahl der beschädigten Orte.

Drohnenangriffe stören russische Versorgungsrouten

Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Fahrzeuge setzen Moskaus Versorgungsroute zur Krim zunehmend unter Druck. Ein Drohnentyp reicht weit bis hinter die Front. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russland will Ex-Sowjetland erpressen

Russland stellt Armenien Bedingungen für eine Vorzugsbehandlung beim Gaskauf. Derzeit werde russisches Gas zu "sehr attraktiven" Konditionen abgegeben, teilt die Regierung in Moskau mit. Dabei könne es jedoch nicht bleiben, sollte sich Armenien von der Integration abwenden. Mit Integration sind die engen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Russland gemeint. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan nähert das Land seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 stärker an die Europäische Union an.

Nato-Länder blockieren neue Regelung für Ukraine-Hilfen

Die fünf Nato-Länder Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Kanada haben laut dem britischen "Telegraph" einen Vorschlag von Nato-Generalsekretär Mark Rutte zu einer neuen Regelung für Ukraine-Hilfen abgewiesen. Rutte wollte durchsetzen, dass Nato-Verbündete künftig 0,25 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für neue Unterstützung für die Ukraine aufwenden.

Aufgrund mangelnder Unterstützung erklärte Rutte Reportern, der Vorschlag werde beim kommenden Nato-Gipfel in Ankara wohl gar nicht erst auf die Tagesordnung kommen. Zugleich soll es Unterstützung aus sieben Ländern gegeben haben, die allerdings bereits mehr als die besagten 0,25 Prozent ihres BIP für Ukraine-Hilfen aufwenden.

Nahe russischer Grenze: Signal von britischem Regierungsjet gestört

Ein britisches Militärflugzeug mit Verteidigungsminister John Healey an Bord ist am vergangenen Donnerstag nahe der russischen Grenze Ziel einer mutmaßlichen Störaktion geworden. Wie die BBC und die "Times" berichten, wurde während eines Flugs von Estland nach Großbritannien das GPS-Signal der Maschine blockiert. Die Piloten mussten demnach für rund drei Stunden auf alternative Navigationssysteme ausweichen.

Britische Sicherheitskreise gehen laut dem Bericht davon aus, dass Russland hinter der Störung steckt. Ob Healey gezielt ins Visier genommen wurde, ist allerdings unklar. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag nachdem London Russland vorgeworfen hatte, zwei britische Aufklärungsflüge über dem Schwarzen Meer "wiederholt und gefährlich" abgefangen zu haben.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums näherte sich dabei ein russischer Kampfjet des Typs Su-35 einem britischen Rivet-Joint-Aufklärer so stark, dass Notfallsysteme ausgelöst und der Autopilot deaktiviert wurde. Eine weitere russische Maschine vom Typ Su-27 habe den RAF-Flieger mehrfach in nur wenigen Metern Abstand überflogen. Healey sprach von "inakzeptablen" Manövern und lobte die "herausragende Professionalität" der britischen Besatzung.

Russland: Drohnenangriff auf Region Jaroslawl

Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Sonntag, 24. Mai

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