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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayTrotz höherer Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal einen geringeren operativen Gewinn erzielt. Globale Krisen und hohe Kerosinpreise seien die Hauptgründe.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AFP, mns 4. August 2026, 11:39 Uhr
Die mit dem Irankrieg gestiegenen Kerosinpreise und ein einwöchiger Streik im April haben die Lufthansa im zweiten Quartal schwer belastet. Der operative Gewinn sank auf 383 Millionen Euro, wie der Luftfahrtkonzern mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang um fast 56 Prozent.
Der Konzern rechnet demnach im Gesamtjahr mit einem operativen Gewinn von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro. Bisher hatte Vorstandschef Carsten Spohr den Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro trotz der stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Kriegs »deutlich« übertreffen wollen.
Treibstoffkosten rund 750 Millionen Euro höher als im Vorjahr
Der Umsatz des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Trotzdem verdiente die Lufthansa von April bis Juni weniger als von Analysten erwartet. Die Lufthansa begründete dies damit, dass das zweite Quartal »von Krisen und geopolitischen Unsicherheiten« sowie von »hohen Kerosinpreisen« geprägt war.
Demnach lagen die Treibstoffkosten rund 750 Millionen Euro über dem Vorjahr. Die sechs Streiktage der Cockpit-Beschäftigten im April belasteten das Ergebnis zusätzlich mit 150 Millionen Euro. Unterm Strich erzielte die Lufthansa nur noch einen Gewinn von 123 Millionen Euro, da Bewertungs- und Steuereffekte das Ergebnis zusätzlich belasteten. Das stellt einen Rückgang von um 88 Prozent zum Vorjahreszeitraum dar.
Lufthansa steigerte seinen Gewinn in der Luftfracht
»Trotz unserer nochmals verbesserten Auslastung und deutlich gesteigerten Durchschnittserlösen konnten die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten nicht vollständig kompensiert werden«, sagte Spohr. Positiv sei hingegen die globale ungebrochene Nachfrage nach Flugreisen, vor allem im Premium-Segment und auf Asien-Strecken. Die hohen Investitionen in Premium-Angebote an Bord sowie die neuen Sitzplätze würden anfangen sich auszuzahlen, ergänzte er.
In der Luftfracht und der Flugzeugwartung steigerte die Lufthansa den Betriebsgewinn. Lufthansa Cargo profitierte von höheren Frachtraten und zusätzlicher Kapazität durch die seit diesem Jahr integrierte italienische Tochter ITA Airways.
Unter den Folgen des Irankriegs und der weitgehenden Sperrung der Straße von Hormus leidet die gesamte Luftfahrt. Die British-Airways-Muttergesellschaft IAG hatte bereits am Freitag bekannt gegeben, dass der Nettogewinn um mehr als ein Drittel gesunken sei; auch Air France-KLM, Easyjet, American Airlines und Ryanair meldeten im vergangenen Monat ein deutliches Gewinnminus.


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