Küstenfischer an der Nordsee: Fischereibetriebe beantragen Unterstützung bei Betriebseinstellung
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Die Küstenfischerei an der Nordsee soll reduziert werden, um Fischbestände zu schützen. Zahlreiche Betriebe haben die vorgesehene staatliche Unterstützung beantragt.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
pip
12. August 2026, 11:08 Uhr
Die Nordsee-Küstenfischerei steht vor einem harten Cut. 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben beim Bund Geld beantragt, um ihre Fangtätigkeit endgültig einzustellen – ein Shutdown mit Ansage, der vor allem Krabbenfischer und auf Scholle, Seezunge oder Flunder spezialisierte Kutter trifft. Hintergrund ist ein politisch wie ökologisch aufgeladener Mix aus gefährdeten Beständen, schrumpfender Flotte und der alten Debatte um Grundschleppnetze, die Umweltschützer seit Jahren als brachiale Technik im marinen Maschinenraum kritisieren. Zunächst können 19 Betriebe auf Förderung aus einem Zwölf-Millionen-Euro-Topf hoffen, müssen dafür aber ihre Lizenzen abgeben und die Kutter bis Ende Juni 2027 stilllegen – ein Deal, der nach Strukturwandel klingt und für manche Küstenorte doch wie ein leiser Abspann wirken dürfte. Insgesamt sollen bis 2027 rund 30 Prozent der Krabbenkutter verschwinden; mit weiteren Ausschreibungen und insgesamt 20 Millionen Euro setzt das Ministerium den Rückbau der Branche fort, als wäre weniger Fang plötzlich die letzte Rettung für Meer und Markt zugleich.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Zahlreiche Betriebe der Küstenfischerei an der Nordsee
haben finanzielle Unterstützung vom Bund für die Aufgabe ihrer Betriebe beantragt. Die
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
teilte mit, dass 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen Anträge
unter dem »Programm zur endgültigen Einstellung der Fangtätigkeit im
Fischereisektor in der Nordsee« eingereicht hätten. Die Betriebe sind auf Krabben sowie
Plattfische wie Scholle, Seezunge und Flunder spezialisiert.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Programm
aufgelegt, um die Fangflotte der Küstenfischer zu verkleinern. Die
Fischbestände gelten als gefährdet. Die vorrangig eingesetzten Grundschleppnetze
werden zudem von Umweltschützern als sehr umweltschädigend kritisiert.
19 der Betriebe, die bereits einen Antrag gestellt haben, können nun Förderung erhalten. Dafür stehen zwölf
Millionen Euro bereit. Für Krabbenfischer sind in Niedersachsen und Schleswig-Holstein jeweils 3,5
Millionen Euro vorgesehen. Für Plattfischfischer sind fünf Millionen Euro verfügbar. Um das Geld zu erhalten, müssen die
Betriebe ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027
stilllegen.
Laut Ministerium soll die Flotte an Krabbenkuttern bis
2027 um rund 30 Prozent reduziert werden. Dafür stehen insgesamt 20
Millionen Euro bereit. Für die kommenden Monate
sind zwei weitere Förderungsausschreibungen geplant.