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Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"Heikle Lage" in Kanada
Tote und Verletzte auf Militärbasis – umliegende Kliniken überlastet
Aktualisiert am 18.10.2026 - 11:15 UhrLesedauer: 3 Min.

David McGuinty (Archivbild): Der kanadische Verteidigungsminister hat von einem Brand auf einem Stützpunkt in der Provinz Alberta berichtet. (Quelle: IMAGO/Justin Tang/imago)
Auf einem der meistgenutzten Militärstützpunkte Kanadas ist es zu einem schweren Unglück gekommen. Es gibt Tote und Verletzte, ein Feuer scheint außer Kontrolle geraten zu sein.
Bei einem schweren Zwischenfall auf einem kanadischen Militärstützpunkt in der Provinz Alberta sind Menschen getötet und verletzt worden. Dies teilte Verteidigungsminister David McGuinty am Samstag in Ottawa mit. Er nannte jedoch keine genaue Zahl der Opfer und machte keine Angaben zur Ursache der "tragischen" Lage auf dem Stützpunkt Wainwright, etwa 210 Kilometer östlich von Edmonton.
Der kanadische Sender Global News berichtet unter Berufung auf Militärkreise, dass mindestens sieben Menschen gestorben seien, außerdem gebe es Dutzende Verletzte. Dem Bericht zufolge soll bei einer Schießübung eine Gasleitung oder eine Gasquelle auf dem Stützpunkt getroffen worden sein, was am Samstag gegen 16 Uhr (Ortszeit) zu einer Explosion geführt habe. Diese Angaben sind bislang nicht von offizieller Seite bestätigt.
Verteidigungsminister: "Kann mich in jüngster Zeit an kein derartiges Ereignis erinnern"
Der Vorfall löste ein großes Feuer aus. Der Großbrand wüte noch immer, sagte Verteidigungsminister McGuinty am Samstagabend. "Ich kann mich in jüngster Zeit an kein derartiges Ereignis erinnern." Er bezeichnete die Situation als "sehr angespannt und heikel". Die Regierung mobilisiere für den Einsatz alle nötigen Ressourcen. Man arbeite daran, zu klären, was genau am Samstag auf dem Stützpunkt passiert sei, sagte er. Weitere Informationen würden in den kommenden Stunden und Tagen folgen, sobald es gesicherte Erkenntnisse gebe, sagte der Minister.
Das kanadische Militär bestätigte in einer Mitteilung am Sonntag, dass das Feuer am Samstag gegen 16 Uhr (Ortszeit) ausgebrochen sei, nannte jedoch weiterhin keine Ursache. Das Feuer habe sich schnell über das Trainingsgelände der Militärbasis ausgebreitet. Wie viele Opfer es gibt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Ministerpräsidentin von Alberta, Danielle Smith, erklärte in sozialen Medien, dass "viele unserer tapferen Militärangehörigen" von dem Feuer betroffen seien. Der Brand hatte den Zaun des Stützpunktes übersprungen und sich auf ein angrenzendes Gebiet ausgebreitet. Laut dem Gemeindebezirk Wainwright waren starke Winde für die schnelle Ausbreitung verantwortlich. Feuerwehren aus mehreren Bezirken hätten den Brand "für den Augenblick im Griff", würden die Gegend aber weiter engmaschig überwachen. Evakuierungen wurden bislang jedoch nicht angeordnet.
Der Stützpunkt Wainwright ist einer der meistgenutzten Armeestützpunkte in Kanada, vor allem Trainings für Soldaten und die Vorbereitung von Kampfeinsätzen finden hier statt. Die Gegend rund um die Basis ist ländlich geprägt.
Provinzhauptstadt ruft "Code Orange" aus
Der öffentlich-rechtliche Sender CBC berichtet, dass an Kliniken in der Provinzhauptstadt Edmonton der "Code Orange" ausgerufen worden sei. Dabei handele es sich um ein Katastrophenschutzprotokoll, das die Versorgung einer hohen Zahl von Patienten gewährleisten soll, die nun von Wainwright nach Edmonton gebracht werden.
Ein Arzt sagte dem Sender, die Gesundheitseinrichtungen in Wainwright seien "völlig überfordert" mit der Zahl von Patienten. "Es sind mehr Patienten, als jeder von uns im Moment zählen möchte", sagte der Arzt Warren Thirsk vom Royal Alexandra Hospital in Edmonton. "Es ist eine Katastrophe. Eine Katastrophe, wie sie nur alle 15 bis 25 Jahre vorkommt." Die Bürger von Edmonton wurden zudem bereits aufgerufen, die Notaufnahme der Universitätsklinik zu meiden und auf andere Einrichtungen auszuweichen.
Alberta stimmt am Montag über Abspaltung von Kanada ab
Das kanadische Militär und die Bundespolizei untersuchen den Zwischenfall. Premierminister Mark Carney teilte auf einer Social-Media-Plattform mit, die Regierung arbeite eng mit der Provinz Alberta und den örtlichen Behörden zusammen.
Der Brand ereignete sich kurz vor einer Abstimmung am Montag, bei der die Bevölkerung der ölreichen Provinz klären soll, ob sie weiter ein Teil Kanadas bleiben will. Entscheiden sich die Wahlberechtigten dagegen, soll es ein weiteres, dann bindendes Referendum über eine Abspaltung geben. Die vorzeitige Stimmabgabe wurde durch das Feuer unterbrochen.


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