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Israel warnte Trump offenbar vor iranischem Mordkomplott

1 week ago 5

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Aktualisiert am 10.07.2026 - 08:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Trump und NetanjahuVergrößern des Bildes

US-Präsident Donald Trump (r.) begrüßt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in seinem Club Mar-a-Lago. (Archivbild) (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa/dpa-bilder)

Der US-Präsident bezeichnet sich selbst als "Nummer eins auf der Todesliste des Iran". Berichten zufolge warnte ein enger Verbündeter jüngst vor konkreten Anschlagsplänen.

Israel hat die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt. Der Warnung zufolge habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt.

Trump: Bin Nummer eins auf der Todesliste des Iran

Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Iran-Krieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten.

Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. "Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Iran", sagte er später.

Trump und Netanjahu beraten

Trump und Netanjahu haben erst am Donnerstag über den Iran-Krieg beraten. Bei dem Telefonat habe Trump "über das Vorgehen der USA in der Golfregion" informiert, teilte Netanjahus Büro am Abend im Onlinedienst X mit. Ein US-Vertreter bestätigte das Telefonat, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten.

Die USA und Israel hatten mit gemeinsamen Luftangriffen am 28. Februar den Iran-Krieg ausgelöst. In dessen Folge kam es auch zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Zudem wurden immer wieder Länder der Region, in denen US-Truppen stationiert sind, vom Iran angegriffen.

Nach der Vereinbarung eines Grundsatzabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat herrschte vorübergehend relative Ruhe in der Region – in der Nacht zum Mittwoch aber begannen die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran. Die Streitkräfte Teherans griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an.

Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur dpa. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen "inakzeptablen Ausmaßes" darstelle. Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.

Ajatollah Ali Chamenei nach mehrtägigen Trauerfeiern beigesetzt

Im Iran ist indes der langjährige oberste Anführer Ajatollah Ali Chamenei beigesetzt worden, der gleich am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf sein Land im Februar getötet worden war. Sein Leichnam liege nun im Mausoleum des Imams Resa in Maschhad, berichtete das staatliche Fernsehen am Freitagmorgen. Chameneis Sohn und Nachfolger, Modschtaba Chamenei, nahm nach den vom Fernsehen verbreiteten Bildern offenbar nicht an der Zeremonie teil.

Maschhad war die Heimatstadt von Ajatollah Ali Chamenei. Das Mausoleum des Imams Resa ist das wichtigste schiitische Heiligtum im Iran. Davor hatte sich für die Beisetzung eine riesige Menschenmenge versammelt. Der Beisetzung vorausgegangen waren mehrtägige Trauerfeiern, die sich immer wieder zu Massenkundgebungen gegen die USA und Israel entwickelten. Dabei wurde unter anderem immer wieder skandiert: "Kein Kompromiss mit den Mördern."

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