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Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an | Krieg in Nahost

1 week ago 10

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Newsblog zum Krieg in Nahost

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an


Aktualisiert am 25.05.2026 - 21:41 UhrLesedauer: 15 Min.

Iranischer Präsident Massud PeseschkianVergrößern des Bildes

Massud Peseschkian: Der iranische Präsident gibt das Netz wieder frei. (Quelle: Shadati/XinHua/dpa/dpa-bilder)

Der Iran will die Straße von Hormus nicht umsonst verwalten. Donald Trump drängt muslimische Länder zu einem Deal mit Israel. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 25. Mai

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines "Sonderstabs", der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.

Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte "nationale Internet" nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind.

Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Besonders betroffen waren die mehr als eine Million Online-Händler im Land, deren Einnahmen durch die Blockade massiv eingeschränkt wurden. Offiziell begründet der Staat die Abschaltung mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden.

Netanjahu: "Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah"

Israel befindet sich laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem "Krieg mit der Hisbollah". Die Angriffe würden verstärkt und die Intensität erhöht, kündigte Netanjahu auf Telegram an. Die Hisbollah-Miliz greife Israel mit verschiedenen Arten von Drohnen an, sagte Netanjahu weiter. Ein Spezialteam arbeite daran, dieses Problem zu lösen.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten haben die israelischen Streitkräfte in den vergangenen Wochen mehr als 600 Kämpfer der Hisbollah-Miliz getötet. Netanjahu bezeichnete die Mitglieder der schiitischen Organisation als Terroristen. "Aber wir nehmen den Fuß nicht vom Gas", sagte Netanjahu. "Im Gegenteil, ich habe gesagt, man solle noch stärker aufs Gas drücken. Wir werden sie hart treffen."

Die israelische Armee gab auf X bekannt, dass sie Ziele der Hisbollah-Miliz in der Bekaa-Ebene sowie anderen Landesteilen angegriffen habe. Zuvor hatte die Arme zwei weitere Drohnenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels gemeldet. Es habe keine Verletzten gegeben. Israelischen Presseberichten zufolge hat die Armee bislang keine Lösung gegen diese Drohnenangriffe gefunden.

Zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im Südlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

Iran äußert sich zum Gesundheitszustand von Chamenei

Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei wurde verletzt. Sein Gesundheitsministerium spricht jetzt von harmlosen Blessuren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Straße von Hormus: Iran warnt vor neuen Kosten

Der Iran hat auf Berichte über ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Krieges reagiert. Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei bestätigte am Montag in Teheran zwar Gespräche über ein Rahmenabkommen, dämpfte aber Erwartungen an eine schnelle Einigung.

In dem Abkommen geht es auch um die Öffnung der Straße von Hormus. Durch die Meerenge verlaufen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen. Der Iran hatte den Schiffsverkehr dort seit Beginn des Konflikts massiv eingeschränkt. Nach Angaben iranischer Staatsmedien beraten Teheran und Oman derzeit über neue Regeln für die Passage von Schiffen.

Baghaei schloss mögliche "Mautgebühren" für die Wasserstraße aus, stellte aber neue Kosten in Aussicht. "Es ist nur natürlich, dass die von uns erbrachten Dienstleistungen, wie die Navigation und der Schutz des Ökosystems der Meerenge mit Kosten verbunden sind", sagte er. Diese sollten "nicht als Mautgebühren betrachtet werden". Baghaei behauptete: "Es geht uns nicht um Geld".

Trump drängt auf den nächsten Deal

US-Präsident Donald Trump hat mehrere Länder der muslimischen Welt aufgerufen, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran dem sogenannten Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel beizutreten. In einem langen Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social listete Trump am Montag die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen hätte. Für diese Länder, die Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Pakistan, sollte es "verpflichtend" sein, gleichzeitig das Abraham-Abkommen zu unterzeichnen.

"Es wäre möglich, dass ein oder zwei (der Länder) einen Grund haben, nicht mitzumachen, und das würde auch akzeptiert werden, aber die meisten sollten dazu bereit und willens sein, und so diese Vereinbarung mit dem Iran zu einem weit historischeren Ereignis zu machen, als es sonst sein würde", schrieb Trump weiter. Saudi-Arabien und Katar sollten sofort unterschreiben und alle anderen folgen. "Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals sein, weil es schlechte Absichten zeigt."

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Mit dem Abraham-Abkommen hatte Trump während seiner ersten Amtszeit eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt. Im vergangenen Jahr trat auch die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan dem Abkommen bei, die indes schon seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten hatte.

Ben-Gvir fordert Rückkehr zum Krieg

Itamar Ben-Gvir, Israels rechtsextremer nationaler Sicherheitsminister, hat inmitten des noch laufenden Waffenstillstandsabkommens zur Rückkehr zu einem "intensiven Krieg" im Libanon aufgerufen. Das Abkommen war vergangene Woche verlängert worden.

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