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Ölpreis: US-Minister stiftet Verwirrung
Aktualisiert am 10.03.2026 - 21:10 UhrLesedauer: 39 Min.
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Im Video: Einer der berüchtigtsten Bomber der Militärgeschichte setzt zur Landung an. (Quelle: t-online)
Das Weiße Haus dementiert einen Geleitzug durch die Straße von Hormus, der Ölpreis reagiert. Donald Trump warnt Teherans Führung. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Dienstag, 10. März
US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor den Folgen einer Sperre der Straße von Hormus mit Seeminen gewarnt. "Sollte der Iran etwas unternehmen, das den Öl-Strom durch die Straße von Hormus unterbricht, werden die Vereinigten Staaten von Amerika das Land zwanzig Mal härter treffen als bisher", postete er auf seiner Plattform Truth Social. Durch die wichtige Schifffahrtsstraße läuft rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gas-Exporte.
Zuvor hatten Fachleute vor der Verlegung von Seeminen in der Schiffspassage gewarnt. Die Sorge vor einer Blockade der für den Ölhandel wichtigen Wasserstraße hat den Preis für die Nordseesorte Brent in dieser Woche bereits um zwölf Prozent steigen lassen.
Mit einem Post zur angeblichen Eskortierung eines Öltankers durch die Straße von Hormus hat US-Energieminister Chris Wright Verwirrung gestiftet: Kurz nachdem er am Dienstag im Onlinedienst X von einer "erfolgreichen" Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben hatte, löschte Wright seinen Beitrag wieder. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern. Die Ölpreise hatten zwischenzeitlich deutlich nachgegeben.
"Die US-Marine hat erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert, um sicherzustellen, dass Öl auf die Weltmärkte fließt", hatte Wright ursprünglich geschrieben. In einem angehängten Video kündigte er an, weitere Schiffe würden folgen. Damit erfülle Präsident Donald Trump sein Versprechen, die weltweite Energieversorgung während des Militäreinsatzes gegen den Iran zu gewährleisten, schrieb der Minister. Das Weiße Haus dementierte später.
Die Ölpreise brachen daraufhin ein: Die Nordseemarke Brent verbilligte sich um 15,03 Prozent auf 84,09 Dollar. Die US-Sorte WTI verlor 15,46 Prozent an Wert und notierte zwischenzeitlich bei 80,12 Dollar.
Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist. In Jerusalem kam der CDU-Politiker zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden. Kurz vor dem Abflug kam es zu einem Raketenalarm. Wadephul und begleitende Personen mussten daraufhin das Flugzeug wieder verlassen und sich im Laufschritt in Richtung eines Schutzbunkers begeben. Kurz darauf kam die Entwarnung. Beim Wiedereinsteigen sagte Wadephul, "Alles wohlauf hier!" und zeigte mit dem Daumen nach oben.


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