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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayTrump und der Iran-Krieg
Es ist dreist und respektlos
Aktualisiert am 16.03.2026 - 18:49 UhrLesedauer: 3 Min.

Donald Trump: Der US-Präsident setzt im Iran-Krieg die Nato-Partner der USA unter Druck. (Quelle: Roberto Schmidt/getty-images-bilder)
Donald Trump steckt im Iran-Krieg in einer strategischen Sackgasse. Nun fordert er von Nato-Staaten militärische Unterstützung zum Schutz der Straße von Hormus. Aber die dürfen sich keinesfalls in den Konflikt ziehen lassen.
Die USA haben vor mehr als zwei Wochen ihren Krieg gegen den Iran begonnen – ohne eine Strategie zu haben. US-Präsident Donald Trump ist damit in eine Sackgasse gelaufen. Ein Kriegsende ist nicht in Sicht. Dem US-Präsidenten fehlen schlichtweg die Optionen – und die Zeit läuft gegen ihn. Denn die Ölpreise auf dem Weltmarkt explodieren, auch weil das iranische Regime die Straße von Hormus blockiert.
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Trump steht massiv unter Druck – und jetzt gibt er diesen an die Nato-Verbündeten weiter. Die Militärallianz sollte die Amerikaner beim Schutz der Straße vor Hormus unterstützen, fordert er. Er droht der Nato mit einer "schlechten Zukunft", stellt sogar indirekt die amerikanische Ukraine-Unterstützung zur Disposition. Das ist dreist und respektlos. Zumal er mit Wladimir Putin taktiert und Russland eine Aussetzung der Öl-Sanktionen anbietet, womit er die europäische Sicherheit gefährdet. Denn Washington hilft dem Kreml damit, seine Kriegskasse zu füllen.
Vor allem die europäischen Nato-Partner bringt das in ein Dilemma: Sie brauchen Trump für die Unterstützung der Ukraine und gleichzeitig ist ein schnelles Ende des Krieges auch in ihrem Interesse – er soll nicht noch größere wirtschaftliche Schäden verursachen. Gleichzeitig wollen und können die Europäer und auch Deutschland sich nicht von Trump in einen chaotischen Einsatz zwingen lassen, dessen Ende nicht absehbar ist.
Der US-Präsident wirkt aktuell ratlos, konnte in den vergangenen Wochen mit Blick auf den Iran-Krieg kein klares Kriegsziel definieren. Die Macht des Mullah-Regimes wirkt weiterhin gefestigt, ein bewaffneter Aufstand der iranischen Opposition gegen das Regime ist bislang ausgeblieben, und eine eventuelle US-Invasion mit Bodentruppen, die eine Kapitulation erzwingen könnten, müsste monatelang vorbereitet werden. Hinzu kommt, dass sich die USA und Israel nicht einmal über die Dauer des Krieges einig zu sein scheinen. Trump spricht von einem baldigen Ende, die israelische Führung von mindestens mehreren Wochen.
Ein Großteil der internationalen Gemeinschaft wäre zu Recht froh darüber, wenn das kriminelle iranische Regime sein Ende finden würde und die iranische Bevölkerung frei von dieser Tyrannei leben könnte. Noch mehr Länder sind gegen einen Iran, der über Kernwaffen verfügt.
Trotzdem stehen die USA und Israel militärisch fast alleine da – selbst verschuldet. Die Arroganz und Planlosigkeit des US-Präsidenten sind die Gründe dafür. Trump hat einen völkerrechtswidrigen Krieg angefangen, ohne sich dabei mit seinen Nato-Verbündeten abzustimmen.
Ohne aktuell eine realistische Strategie für einen nachhaltigen Regimewechsel im Iran zu haben, hat er den für viele Golfstaaten existenziellen Rohstoffhandel zum Erliegen gebracht. Länder wie Katar, Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate verweigern nicht aus Feigheit eine Beteiligung am Krieg, obwohl sie permanent vom Iran beschossen werden. Sondern weil sie vor allem an einer schnellen Deeskalation interessiert sind – und nicht an einer Ausweitung des Flächenbrandes.
Deutschland muss an Deeskalation interessiert sein
Das muss auch Deutschlands Ziel mit Blick auf diesen Krieg sein. Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (beide CDU) nun erklären, dass Deutschland nicht Teil dieses Konfliktes sein wird, ist das der richtige Kurs. Alles andere wäre verantwortungslos.
Das alles bedeutet jedoch nicht, dass Deutschland und Europa nicht helfen sollten, wenn Trump sie darum bittet. Es ist richtig, dass sich die Europäische Union in dieser Woche zum Iran-Krieg berät. Doch jedem Engagement muss ein konkreter, überzeugender Plan zugrunde liegen, der einem Ziel folgen muss: Deeskalation, ein schnelles Ende dieses Krieges. Denn das ist auch im deutschen und im europäischen Interesse.


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