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Flydubai-Vorfall: Hintergründe weiter unklar

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Gewalttat im Flugzeug

Flydubai-Vorfall: Hintergründe weiter unklar

Aktualisiert am 01.10.2026 - 21:42 UhrLesedauer: 3 Min.

Flugvorfall im Nahen OstenVergrößern des Bildes

Die Hintergründe zu der gewaltsamen Auseinandersetzung in einer Maschine der Fluggesellschaft Flydubai sind weiter unklar. (Quelle: Ohad Zwigenberg/AP/dpa/dpa-bilder)

Was geschah im Cockpit des Flydubai-Flugs? Emiratische Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Israel geht von einem Terroranschlag aus, gesicherte Erkenntnisse zum Motiv gibt es bislang nicht.

Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung in einem Cockpit einer Maschine der emiratischen Fluggesellschaft Flydubai sind die Hintergründe weiterhin unklar. Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers, eines Piloten aus dem Oman, sind noch immer ungeklärt. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus.

Emirate leiten Ermittlungen ein

Der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate, Hamad Saif al-Schamsi, setzte ein spezielles Ermittlungsteam ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Wam berichtete. Die Ermittler sollen den Ablauf und die Hintergründe klären und prüfen, ob ein Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten besteht oder der Vorfall geplant beziehungsweise angeordnet wurde. Die emiratischen Justizbehörden sehen sich zuständig, da die Maschine in dem Golfstaat registriert sei und die emiratische Flagge führe.

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es im Cockpit zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kam. Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu stach der Copilot auf seinen Kollegen ein. Die Maschine geriet Berichten zufolge in einen Sturzflug. Nachdem der mutmaßliche Angreifer überwältigt war, konnte das Flugzeug in Saudi-Arabien notlanden - eine zweite Besatzung, die in der Kabine mitreiste, übernahm das Steuer.

Noch viele Fragen offen

Der Angreifer soll aus dem Oman stammen. Gesicherte Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Angreifers gibt es bislang jedoch nicht - auch was genau seine Absicht war, ist noch nicht geklärt. Der Oman hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Nach einer ersten israelischen Einschätzung gibt es keine Hinweise auf eine Beteiligung eines Staates oder einer Terrororganisation, berichtete der Sender Kan unter Berufung auf Sicherheitskreise. Netanjahu erklärte, der Copilot sei islamistisch indoktriniert gewesen. Binnen weniger Tage werde klar sein, ob der mutmaßliche Angreifer Verbindungen zum Iran habe. US-Präsident Donald Trump sagte auf die Frage von Reportern, ob der Iran in den Vorfall verwickelt gewesen sei: "Auf Grundlage dessen, was ich höre, würde ich sagen: Ja." Zugleich schränkte er ein, die Sache werde derzeit noch untersucht.

Nachdem Flydubai seine Flüge von und nach Israel zunächst eingestellt hat, kündigte das israelische Verkehrsministerium an, dass Rückholflüge für in den Vereinigten Arabischen Emiraten wartende israelische Passagiere organisiert werden sollen. Die israelischen Fluggesellschaften El Al, Arkia und Israir Israelis sollen die Passagiere ab morgen zurückbringen. Die Maschinen sollen leer in die Emirate fliegen und mit den Israelis nach Israel zurückkehren, die ursprünglich mit Flydubai reisen wollten.

Pilot in stabilem Zustand

Bei dem Zwischenfall wurde der Pilot schwer verletzt. Der Inder namens Smit Machchhar werde in einem Krankenhaus in der Stadt Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens behandelt und erhalte dort die notwendige medizinische Versorgung, hieß es in einer Mitteilung der indischen Botschaft in Saudi-Arabien. "Eine ausführliche Einschätzung seines Gesundheitszustands steht noch aus, nach bisherigen Angaben ist sein Zustand jedoch stabil." Man hoffe auf seine rasche Genesung.

Netanjahu und der indische Premier Narendra Modi hatten die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt. Auf einem Video war zu sehen, wie der blutüberströmte Pilot mit Atemmaske auf dem Boden lag.

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