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Ansturm auf EU – Marokko liefert eine Erklärung
Aktualisiert am 03.08.2026 - 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Zehntausende Geflüchtete: An der Grenze zwischen der EU und Afrika spielten sich am Freitag zum Teil dramatische Szenen ab. (Quelle: Pedro Nunes/Reuters)
Marokko sieht die Verantwortung für den Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta nicht bei sich. In Rabat kursiert eine andere Theorie zu den Ursachen.
In ihrer ersten offiziellen Reaktion nach dem massenhaften Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die marokkanische Regierung den Zwischenfall unter anderem mit Falschinformationen im Internet erklärt. Der Andrang der Migranten sei nicht organisiert gewesen, sondern spontan zustande gekommen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Er machte die Verbreitung falscher Informationen im Netz, Aktivitäten von Schleusern und die Falschinterpretation eines spanischen Gerichtsurteils, das die Rückführung bestimmter Migranten begrenzt, verantwortlich.
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Angesichts der Krise in der an Marokko grenzenden Exklave wurden auch Vermutungen geäußert, dass die marokkanische Regierung den Massenandrang auf Ceuta bewusst ausgelöst oder zumindest geduldet haben könnte, um Spanien unter Druck zu setzen. Mehrere Migranten schilderten spanischen Medien zufolge unabhängig voneinander, dass sie nicht gestoppt, sondern vielmehr zum Grenzübertritt ermuntert worden seien. Andere berichteten auch, sie seien durch Videos und Nachrichten auf Plattformen wie TikTok auf die angeblich offene Grenze aufmerksam geworden.
Marokko nennt deutlich geringere Zahlen
Der Sprecher des marokkanischen Innenministeriums erklärte am Sonntag weiter, die Regierung in Rabat arbeite mit den spanischen Behörden zusammen und bleibe bei der Bekämpfung irregulärer Migration ein zuverlässiger Partner. Das Ministerium geht nach eigenen Angaben davon aus, dass rund 40.000 Migranten Ceuta erreichen wollten. Gut 1.100 weitere sollen versucht haben, Melilla zu erreichen – die zweite spanische Exklave in Nordafrika, die wie Ceuta landseitig von Marokko und seeseitig vom Mittelmeer umschlossen wird.
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