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Drohnenangriffe stören russische Versorgungsrouten
25.05.2026 - 16:27 UhrLesedauer: 2 Min.
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Im Video: Wichtige Krim-Route unter Beschuss. (Quelle: t-online)
Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Fahrzeuge setzen Moskaus Versorgungsroute zur Krim zunehmend unter Druck. Ein Drohnentyp reicht weit bis hinter die Front.
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die Logistik und Versorgungsrouten Russlands erweitert. Mit Mittelstreckendrohnen trifft die ukrainische Armee zunehmend Straßen und Fahrzeuge bis zu 150 Kilometer hinter der Front. Seit Tagen kursieren Videos in sozialen Netzwerken, die zerstörte Lastwagen, Militärfahrzeuge und Wracks entlang von Fernstraßen zeigen sollen. Der Telegram-Kanal Exilenova+, der regelmäßig Aufnahmen aus russischen Quellen sammelt, veröffentlichte mehrere solche Videos.
Besonders betroffen ist offenbar die Autobahn M14. Sie führt von Russland über Mariupol, Berdjansk und Melitopol weiter zur annektierten Krim und gilt als eine der wichtigsten Versorgungsrouten für die russische Südfront. Über die Autobahn werden Munition, Treibstoff und Material transportiert. Die M14 ist die einzige von Russland kontrollierte Landverbindung zur Krim und damit die zentrale Alternative zur mehrfach beschädigten und nicht mehr einwandfrei benutzbaren Kertschbrücke.
Ukrainische Nationalgarde: "Sanitärzone" für russische Logistik
Der von Russland eingesetzte Verwaltungschef im besetzten Teil der Region Cherson, Wolodymyr Saldo, hat zuletzt Verkehrsbeschränkungen auf Teilen der M14 erlassen. Hintergrund seien wiederholte ukrainische Drohnenangriffe.
Bereits Anfang Mai hat das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) berichtet, dass ukrainische Kräfte russische Verkehrs- und Nachschubwege bei Mariupol systematisch angegriffen hätten. Geolokalisierte Videos zeigten demnach Drohnenangriffe auf Fahrzeuge auf der Verbindung zwischen Mariupol und Donezk sowie Drohnenaktivität entlang der M14.
Am Montag veröffentlichte das 1. Asow-Korps der ukrainischen Nationalgarde neue Aufnahmen, die Drohneneinsätze entlang der Straßen Mariupol–Taganrog und Mariupol–Wolnowacha zeigen sollen. Die Einheit spricht von einer sogenannten Sanitärzone für russische Logistik. Ziel sei es, diese immer weiter von der Front wegzudrängen.
Hornet-Drohne: Greift bis zu 150 Kilometer hinter der Front an
Dafür nutzt das ukrainische Militär offenbar besonders Mittelstreckendrohnen wie die vom Typ Hornet. Nach Angaben des ukrainischen Militärportals "Defense Express" werden sie eingesetzt, um russische Logistik auf Straßenverbindungen 50 bis 150 Kilometer hinter der Front anzugreifen. Die Drohnen sollen über KI-gestützte Zielerfassung verfügen. Teilweise würden zudem Starlink-Terminals genutzt, um russische elektronische Störmaßnahmen zu umgehen.


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