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"Dann nähert sich der kritische Punkt"
02.07.2026 - 11:42 UhrLesedauer: 10 Min.

Donald Trump: Der US-Präsident hat seinen Instinkt verloren, sagt Historiker Michael Hochgeschwender. (Quelle: Daniel Torok/White House/ZUMA Press/dpa)
1776 sagten sich die USA von Großbritannien los und avancierten später zur Supermacht. Heute ist die US-Gesellschaft in der Krise, Donald Trump unterminiert die Machtbasis der USA. Historiker Michael Hochgeschwender analysiert die Lage.
Die USA feiern den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit, doch die Nation befindet sich in keinem guten Zustand. Donald Trump irrlichtert durch die Innen- und Außenpolitik: Alte Verbündete etwa werden vom US-Präsidenten düpiert, während er die USA – entgegen allen Versprechungen – in einen neuen Krieg mit dem Iran geführt hat.
Doch Trump ist keineswegs die Krise der US-Gesellschaft an sich, sagt Historiker Michael Hochgeschwender, sondern vielmehr ihr Symptom. Im Interview erklärt der Historiker, worin die Krise der USA gründet, wie die Methode Trump funktioniert und warum er den Begriff Faschismus für Trump und seine Administration für deplatziert hält.
t-online: Professor Hochgeschwender, die Vereinigten Staaten werden 250 Jahre alt, die Nation wirkt tief gespalten: Was ist das Kernproblem der amerikanischen Gesellschaft?
Michael Hochgeschwender: Die USA leiden unter einem massiven Problem. Und zwar sind grundlegende gesellschaftliche Fragen zum Gegenstand der Parteipolitik zwischen Republikanern und Demokraten geworden. Da werden keine Gewissensentscheidungen mehr getroffen, sondern das Lagerdenken dominiert. Das macht es viel schwieriger, sich innerhalb der Gesellschaft zu verständigen.
Donald Trump dürfte an Kompromiss und Verständigung zudem wenig Interesse haben?
Trump lebt von Streit und Spannungen, ohne dieses Drama wäre er ein Nichts. Deswegen gießt er auch ständig Öl ins Feuer. Denn sonst hat Trump wenig anzubieten. Er braucht diesen Resonanzraum, damit die Menschen ihn beachten. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass die eigentliche Krise weit vor Trump einsetzte. Er ist ihr Symptom und nicht ihre Ursache. Zahlreiche der Konflikte, die die USA heute noch beschäftigen, reichen bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts zurück. Damals kam es zu umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen: Die sexuelle Revolution und Veränderungen des Familienbildes sind hier zu nennen.
Zur Person
Michael Hochgeschwender, geboren 1961, lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Der Historiker ist Autor mehrerer Bücher, darunter "Die Amerikanische Revolution. Geburt einer Nation 1763-1815" und "Der amerikanische Bürgerkrieg".
In den Sechzigerjahren errang auch die amerikanische Bürgerrechtsbewegung große Erfolge. Welche Rolle spielt das für die heutigen Kulturkämpfe?
Der Rassismus ist keineswegs verschwunden, aber die Situation hat sich doch verändert. Selbst im Süden der USA. Nirgendwo im Land gibt es in der Gegenwart mehr schwarze Sheriffs, mehr schwarze Bürgermeister und mehr schwarze Abgeordnete als dort. Was die Stimmung weit mehr aufheizt, sind Themen wie die gleichgeschlechtliche Ehe, Transsexualität und Gender. Menschen außerhalb der College-Milieus sehen diese Bereiche weit problematischer, als es innerhalb der akademischen Welt der Fall ist. Diese Kämpfe sind noch lange nicht ausgestanden. Manche haben sich sogar zugespitzt.
Haben Sie ein Beispiel?
Der Umweltschutz war ursprünglich ein konservatives Anliegen. Bis in die Siebzigerjahre haben sich viele Konservative für Fragen des Umweltschutzes interessiert und engagiert. Dann wurde der Umweltschutz parteipolitisch aufgeladen: Heute schleift Trump wiederum den Natur- und Klimaschutz. Auch die Abtreibung, gegen die heute Konservative Sturm laufen, ist ein Beispiel für Zuspitzung. Es ist noch gar nicht so lange her, dass zahlreiche Liberale strikte Gegner der Abtreibung waren. Diese unversöhnliche Haltung entlang der Parteigrenzen ist ein zentrales innenpolitisches Problem der USA.
Trump wollte die USA in ein neues "Goldenes Zeitalter" führen. Hatte er jemals Aussicht auf Erfolg?
Dazu bräuchte Trump zunächst ein politisches Programm, das diesen Namen verdient. Innenpolitisch sehe ich in dieser Hinsicht gar nichts, am ehesten noch in der Wirtschaftspolitik. Aber das ist ein Programm von vorgestern. Schutzzollpolitik haben die USA auch im 19. Jahrhundert betrieben, das kann auch eine Weile gut gehen. Aber nicht für immer. Auch hier bekommen die USA die Folgen der Politik des Establishments von Republikanern und Demokraten zu spüren.
Inwiefern?
Beide Parteien haben an ihren Spitzen lange Zeit einseitig so getan, als sei die neoliberale Globalisierung die einzige Möglichkeit, Wirtschaftspolitik zu betreiben. Sowohl die Parteiführung der Republikaner als auch die der Demokraten haben sich nicht genügend Gedanken darüber gemacht, was etwa der Zusammenbruch der Weltwirtschaftsordnung 2008 bedeutete: Angeblich war vor der Finanzkrise kein Geld da, um Straßen und Schulen in Ordnung zu halten. Dann aber rettete der Staat mit irrsinnigen Summen Banken, die aufgrund eigener Fehler in die Krise geraten waren. Das war wahrscheinlich auch richtig. Aber niemand muss sich wundern, dass viele Menschen damals wütend wurden und später einen Politiker wählten, der dieser Wut Ausdruck verleiht.
Trump hat es mit seinem Iran-Krieg allerdings vollbracht, dass sich der Unmut zahlreicher Amerikaner nun gegen ihn richtet. Seine Umfragewerte sind desaströs, selbst bei weißen Evangelikalen büßt er an Zustimmung ein.
Außenpolitisch ist Trump schlicht verheerend. Alles, was er tut, dient letztlich entweder den Interessen Moskaus oder Pekings. Er zerschlägt das von den USA aufgebaute Bündnissystem, er droht Verbündeten damit, sie anzugreifen, wenn sie ihm nicht Land abtreten. Er stürzt die USA, nachdem er immer und wieder versprochen hatte, keine neuen Kriege anzufangen, in einen komplett sinnlosen Krieg gegen den Iran.
Können Sie irgendeine Form der Strategie in Trumps Handeln ausmachen?
Trump folgt allein seinem Bauchgefühl. Das kann erfolgreich sein, muss es aber nicht. Im Falle Venezuelas hat es geklappt, der Iran wurde jetzt zu Trumps Desaster. Nichts, aber auch gar nichts, deutet auf eine kohärente Strategie bei Trump hin. In den Dreißigerjahren hatten die Briten versucht, Italiens Diktator Benito Mussolini von Adolf Hitler zu trennen. Zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit dachten nun manche, dass er durch einen moskaufreundlichen Kurs Wladimir Putin von China weglenken wolle. Das wäre zulasten der Ukraine gegangen, ja, aber immerhin wäre das eine rationale Strategie gewesen. Aber Trump ist so etwas offensichtlich fremd.
Welchen Schaden wird Trump möglicherweise hinterlassen?
Trump ist zur Gefahr für die US-Machtstellung in der Welt geworden. Die Lage ist tatsächlich so ernst. Trump hat keine Ahnung von seriöser Außenpolitik, aber auch nicht vom Militär. Konventionelle Kriege wird das US-Militär in der Regel immer nach einer gewissen Zeit für sich entscheiden. Doch danach beginnt doch die entscheidende Phase: Im Irak und in Afghanistan hatten die amerikanischen Streitkräfte 2001 und 2003 schnell die Oberhand, doch auf das, was dann folgte, waren sie nicht vorbereitet. Denn die Politik in Washington hatte keine belastbaren Ziele oder Strategien parat. Bei Trump und dem Iran ist es heute genauso. Deswegen steht er auch so miserabel da.
Das Phänomen Trump wird immer wieder mit dem Label "Faschismus" beschrieben. Wie lautet Ihre Ansicht?
Was unter Trump passiert, ist in Teilen brutal. Aber man unterschätzt den real existierenden Faschismus, wenn man Trump als Faschisten bezeichnet. Faschismus und Stalinismus waren ganz andere Kategorien des Schreckens. Bei den Demokraten existiert eine gewisse Hysterie in der Debatte, sie haben schon bei Ronald Reagan in den Achtzigern den Faschismus anbrechen sehen. Was darüber vergessen wird: Barack Obama erhielt seinerzeit den Spitznamen "Deporter in Chief", weil er ebenfalls die Abschiebung von Migranten in großem Maßstab betrieben hat.
Unter Trump geht die Abschiebebehörde ICE in den USA allerdings mit extremer Gewaltbereitschaft vor. In Minneapolis erschossen Bundesbeamte im Januar 2026 etwa zwei Menschen.
Trump geht zu weit. Da besteht keine Frage. Auch diese Versenkungen von Booten in der Karibik und im Pazifik sind ein Ausdruck dieser Haltung. Mutmaßliche Drogenschmuggler müssen mit polizeilichen Mitteln gestellt und sollten nicht vom Militär beschossen werden. Ich warne aber gleichwohl davor, den Faschismusbegriff inflationär auszuweiten.
Wie ordnen Sie Trump und sein Umfeld ein?
Trump will bevorzugt autoritär und möglichst ohne Einschränkungen regieren. Wir sollten uns da keine Illusionen machen. Trumps Leute müssen wir individuell betrachten, weil sie sehr unterschiedlich von konservativ bis autoritär sind. Bei Stephen Miller, Trumps Berater und stellvertretenden Stabschef, ist faschistisches Gedankengut auch tatsächlich vorhanden. Pete Hegseth wiederum steht einem Pastor namens Douglas Wilson nahe, der ein Vordenker des White Christian Nationalism in den USA ist. Dieser Wilson verteidigt bis heute die Sklaverei. In Trumps Umfeld herrscht also auch Rassismus, dazu kommt die Korruption. Keine andere US-Regierung war bisher in einer solchen Offenheit korrupt.
Was ist mit dem sogenannten Project 2025, das die ultrakonservative Heritage Foundation 2023 herausgegeben hat? Es gilt als Bauplan zum autoritären Umbau der Vereinigten Staaten.
Bei der Lektüre des "Projects 2025" gibt es wenig Zweifel an dieser Tatsache. Dessen Autoren und Anhänger wollen im Grunde die Situation der 1950er-Jahre zurück. Das wiederum bedeutet, dass sie die Entwicklungen der 1960er-Jahre zurückdrehen möchten. Edmund Burke, der geistige Vater des Konservatismus, wusste aber schon im 18. Jahrhundert, dass Dinge, die vergangen sind, nicht restauriert werden können. Das ist auch der Grund, warum dieses "Project 2025" nun auf eine autoritäre Regierung setzt. Denn die Autoren wissen, dass die Gesellschaft der USA heute eine andere ist als in den 1950er Jahren.
Vor allem ist die US-Gesellschaft gespalten.
Die Spaltung ist eine Tatsache. Das Problem besteht darin, dass es um die Fähigkeit zur Mäßigung und Kompromissbereitschaft so schlecht bestellt ist. Ein konservativer Katholik nimmt in bestimmten ethischen Fragen einen anderen Standpunkt ein als ein progressiver Agnostiker. Das ist keine Spaltung, sondern die Realität der Gesellschaft. Wenn aber keine Kompromisse mehr möglich sind, wenn Emotionen geschürt und instrumentalisiert werden, dann nähert sich der kritische Punkt.
Trump wurde und wird immer wieder als zeitweiliger Spuk betrachtet. Halten Sie es für möglich, dass sich das Verhältnis zu Europa und dem Rest der Welt wieder entspannt?
Unsere Vorstellung von den USA ist stark durch die Zeit geprägt, in der wir sozialisiert worden sind. Das war der Kalte Krieg, der sich der Phase der sogenannten New Deal Order durch Präsident Franklin D. Roosevelt anschloss. Die USA waren niemals europäischer als zu dieser Zeit. Das lag auch daran, dass die Vereinigten Staaten – wie auch die Westeuropäer – durch die Sowjetunion einem massiven Reformdruck unterlagen.
Als der Kalte Krieg beendet und die Sowjetunion vergangen war, endete diese Phase also?
Dieser europäisierende Deckel, der angesichts des Systemkonflikts des Kalten Kriegs auf der Gesellschaft der USA lag, flog geradezu weg. Was kam dann zum Vorschein? Die USA des 19. Jahrhunderts mit all ihren Spaltungen und Konflikten: Damals führten die Vereinigten Staaten mehrere unprovozierte Angriffskriege und einen Bürgerkrieg, auf weiten Teilen ihres Territoriums waren Schwarze versklavt, gegen die indigenen Völker betrieben sie einen Genozid und Katholiken wie Mormonen wurden unterdrückt. Es ist die dunkelste Seite der USA, die durch den militärischen und ideologischen Druck seitens der Sowjetunion in den Hintergrund gedrängt worden ist.
Trifft das nicht in gewisser Weise auch auf andere westliche Staaten zu?
Ein Großteil der westlichen Staaten befindet sich in einer strukturellen Krise. Über Trump wird reichlich geschimpft, aber was bei uns in Deutschland, in Frankreich, Großbritannien und andernorts geschieht, ist nicht sonderlich anders. Denken wir an die AfD, Reform UK oder den Rassemblement National.
Donald Trump hat sich die Republikaner unterworfen, die Demokraten haben bislang kein rechtes Mittel gefunden, ihn zu stellen. Wie ist es um die Zukunft der beiden Parteien bestellt?
Ein amerikanischer Bekannter hat die Lage einmal treffend zusammengefasst: Die Demokraten sind eine tote Partei, die Republikaner sind eine Partei, die gestorben ist, ohne es zu merken. Das war – wohlgemerkt – noch zu Zeiten von George W. Bush. Die Führungsspitzen beider Parteien hatten sich damals bereits so weit von ihrer Basis entfernt, dass man ernsthaft fragen musste, was die Parteien zusammengehalten hat. Jetzt brodelt es in beiden Parteien mächtig.
So mächtig, dass es Trump gefährlich werden könnte?
Bei den Demokraten herrscht nur inhaltliche Leere. Es ist erschreckend, eigentlich hält sie nur das Feindbild Trump zusammen. Jetzt wird plötzlich wieder der Name Kamala Harris in ihrem Dunstkreis genannt. Wenn die Demokraten erneut eine Präsidentschaftswahl verlieren wollen, dann sollten sie Harris erneut ins Rennen schicken. Und das liegt nicht daran, dass sie eine Frau ist. Wenn man jetzt eine moderate, zentristische Frau bei den Republikanern fände, die eine gewisse populistische Sprache beherrscht, hätte sie gute Chancen, die Wahl 2028 zu gewinnen.
Trump hat nicht einmal die Halbzeit seiner zweiten Amtszeit erreicht, aber bereits reichlich Schaden angerichtet. Wie könnte es weitergehen?
Trump ist ein Profiteur der Schwäche innerhalb der Republikanischen und der Demokratischen Partei. Das hat er ab Beginn seiner politischen Karriere seit 2015 gnadenlos ausgenutzt. Bereits da agierte Trump chaotisch, aber er hatte ein unglaublich gutes Gespür dafür, was die Menschen hören wollen. Dieses Skript hat sich seitdem auch nicht geändert. Aber Trump hat seinen Instinkt eingebüßt. Erinnern Sie sich, als Trump im April dieses Bild von sich selbst als Jesus postete? Das war gar keine gute Idee. Auch diese Angriffe auf Papst Leo XIV. sind alles andere als weise.
Trump attackierte seinen Vorgänger Joe Biden bevorzugt wegen dessen Alters. Überblickt Trump selbst die Lage überhaupt noch?
Man fragt sich tatsächlich, was da in seinem Kopf vorgehen mag. Trump hat immer zugespitzt und polemisiert, aber nun ist er radikaler und noch unsystematischer und widersprüchlicher geworden.
Auch sein Feldzug gegen kritische Medien ist immer aggressiver geworden. Auch dank der Hilfe von Milliardären.
Es werden Dinge in den US-Medien aufgrund politischer Entscheidungen weggekürzt: Stephen Colbert hatte etwa gute Einschaltquoten, seine Show wurde also weniger aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgesetzt. Bei aller berechtigten Kritik an Trump müssen wir aber auch sehen, dass in den USA keine Gleichschaltung der Presse stattgefunden hat. Die Demokraten sind nicht verboten, der Föderalismus und die Justiz sind intakt. Bei den Streitkräften scheint es mittlerweile gar zu brodeln, weil Hegseth gegen verdiente Soldaten vorgeht. Auch die Geheimdienste stehen keineswegs hinter Trump, deswegen baut er ICE ja aus, um eine Machtbasis zu haben.
Donald Trump hat die Republikaner immer noch unter Kontrolle. Gibt es denn irgendjemand auf der demokratischen Seite, der ihm in der Zukunft Paroli bieten könnte?
Ich persönlich werde James Talarico aus Texas im Auge behalten. Er ist ein junger und moderater Demokrat, ein überzeugter Christ, der im Internet überaus erfolgreich agiert. Trumps Methode funktioniert nicht ewig, die Amerikaner werden seiner Person zunehmend überdrüssig. Schauen wir doch, wer 2025 die Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia für die Demokraten gewonnen hat: Mikie Sherrill ist Ex-Pilotin der Navy, Abigail Spanberger war bei der CIA. Das sind seriöse Politikerinnen. Niemand kann doch Trumps Drama auf Dauer aushalten.
Professor Hochgeschwender, vielen Dank für das Gespräch.
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Verwendete Quellen
- Persönliches Gespräch mit Michael Hochgeschwender via Videokonferenz
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