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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Ansturm auf spanische Exklaven
Mit Waffen bedroht? Tausende kehren nach Marokko zurück
Aktualisiert am 31.07.2026 - 12:12 UhrLesedauer: 3 Min.
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Dutzende Männer strömen aus einem Lastwagen: Diese Szene wirft Fragen auf.
In der Nacht zu Freitag ist es auch in der zweiten spanischen Exklave in Nordafrika zu massenhaften Grenzübertritten gekommen. Die Lage im Newsblog.
31. Juli 2026
Tausende Migranten kehren aus Ceuta zurück
Tausende Marokkaner, die am Donnerstag die spanische Grenze nach Ceuta überquerten, sind laut einem Bericht der spanischen Zeitung "El Pais" bereits in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Zahl der Rückkehrer steige stündlich, heißt es in dem Bericht.
Als Gründe für ihre Rückkehr geben die Menschen an, Ceuta sei überfüllt: Es gebe keine Unterkünfte, die Geschäfte würden nur Einheimische bedienen. Einige seien von Bewohnern der spanischen Exklave mit Steinen beworfen oder mit Waffen bedroht worden.
Frankreich verstärkt Grenzkontrollen zu Spanien
Angesichts der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika intensiviert Frankreich seine Grenzkontrollen zu Spanien. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte am Freitag im Onlinedienst X, er habe Anweisungen erteilt, "die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzüglich zu verstärken". Dem Sender RTL sagte Nuñez, er werde am Freitag erneut mit seinem spanischen Kollegen sprechen.
"Wir haben Kontrollen an der französisch-spanischen Grenze, die gibt es bereits, und tatsächlich wurden sie in den vergangenen Monaten verstärkt", sagte Nuñez. "Wir haben eine mobile Einheit, die permanent im Einsatz ist. Wir werden natürlich Maßnahmen ergreifen, wenn es Bewegungen in Richtung französisches Territorium gibt", fuhr er fort. "Auf jeden Fall werden wir die Grenzkontrollen offensichtlich verstärken."
Zahlreiche Kinder sollen ohne Eltern nach Ceuta gekommen sein
Unter den knapp 50.000 Migranten sollen sich nach Informationen der spanischen Zeitung "El Mundo" auch zahlreiche Minderjährige befinden, die teilweise ohne ihre Eltern mit Bussen und Sammeltaxis nach Ceuta gekommen sein sollen. "Meine Eltern wissen nicht, dass ich hier bin. Ich bin mit vielen Freunden gekommen", erzählte der 13-jährige Mohamed aus Tétouan im Gespräch mit einem "El Mundo"-Reporter.
Auf die Frage, ob er nach Marokko zurückkehren wolle, antwortete er mit einem klaren Nein. "Es lebe Ceuta, mein Freund! Ich möchte Spanier sein wie du. In meinem Land gibt es nur Hunger."
49.000 Menschen gelangen nach Ceuta
Binnen 24 Stunden sind nach spanischen Angaben rund 49.000 Migranten in die Exklave Ceuta gelangt. Sie seien von Marokko aus auf dem See- und Landweg in das Gebiet gekommen, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Ceuta an der nordafrikanischen Küste ist immer wieder Ziel von Migranten, die von Marokko aus die EU erreichen wollen. Nach dem jüngsten Ansturm hat die Regierung in Madrid das Militär zur Unterstützung der örtlichen Polizei geschickt.
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Hunderte Migranten auch in zweiter spanischer Exklave
Auch in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Melilla haben Hunderte Migranten die Grenze überwunden. Etwa 400 Menschen seien über zwei Grenzübergänge von Marokko aus auf dem Landweg und über einen Damm im Süden der Stadt in das Gebiet gelangt, sagte der Präsident der autonomen Stadt, Juan José Imbroda, dem Radiosender Cope am Donnerstagabend. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gehalten.
Fragen und Antworten zu Migration nach Ceuta
Zehntausende Migranten haben binnen kurzer Zeit die spanische Exklave Ceuta erreicht, mehrere Menschen sterben. Jetzt schickt Spanien Soldaten. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
EU-Kommissar Brunner: Sind bereit, Spanien zu unterstützen
Die EU hat angesichts des Andrangs von Migranten in der Exklave Ceuta Spanien Unterstützung angeboten. Migrationskommissar Magnus Brunner habe "die Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien – unter anderem über Frontex – verstärkt zu unterstützen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen", teilte er auf der Plattform X mit.
Man stehe zudem in Kontakt mit den marokkanischen Behörden, "um sicherzustellen, dass alle notwendigen Anstrengungen unternommen werden, um diese gefährlichen Reisen zu verhindern", schrieb Brunner weiter.


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