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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDie Gruppe Massive Attack darf nicht erneut nach Singapur einreisen. Bei einem Auftritt hatten Mitglieder der Band eine palästinensische Flagge gezeigt.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters, mga Aktualisiert am 3. August 2026, 12:01 Uhr
Die Mitglieder der britischen Trip-Hop-Band Massive Attack dürfen nicht erneut nach Singapur einreisen. Hintergrund ist ein Konzert, bei dem die Band eine palästinensische Flagge gezeigt hat. Wie die Bandmitglieder mitteilten, wurden sie nach dem Konzert von der Polizei befragt.
Die gesamte Gruppe sei festgehalten, voneinander getrennt und einzeln befragt worden, hieß es in einem Beitrag auf Instagram. Von einigen Musikern seien zudem die Hotelzimmer durchsucht und die Reisepässe vorübergehend eingezogen worden.
Keine Genehmigung für künftige Konzerte
Massive Attack hatten am vergangenen Mittwoch im Star Theatre in Singapur während ihres Auftritts eine palästinensische Flagge gezeigt. Ein Musiker soll zudem »Free Palestine« gerufen haben. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen ein gegen die Musiker Robert Del Naja, bekannt als »3D«, und Grant Marshall, Künstlername »Daddy G«.
Nach Angaben der Behörden erhielten beide eine Verwarnung wegen möglicher Verstöße gegen Gesetze zur Kontrolle ausländischer Symbole und zur öffentlichen Ordnung. »Beiden Männern wird zudem die Wiedereinreise nach Singapur verboten«, hieß es in einer Mitteilung der Singapore Police Force. Genehmigungen für künftige Konzerte sollen nicht mehr erteilt werden.
Verbot des Zeigens ausländischer Flaggen
Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur gelten sehr strikte Gesetze. Ausländische Fahnen, Symbole oder Banner ohne Genehmigung zu zeigen, ist verboten. Die Polizei begründete ihr Vorgehen gegen Massive Attack zudem nicht nur mit der Flagge, sondern auch damit, dass es sich um die Unterstützung einer politischen Sache gehandelt habe.
Man nehme »Handlungen, die den ethnischen und religiösen Frieden in Singapur gefährden könnten, sehr ernst«, teilten die Sicherheitskräfte mit. An die Öffentlichkeit und »insbesondere an Ausländer« appellierte die Polizei, keine Politik aus dem Ausland nach Singapur zu bringen. Dies könne den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Rechtsstaatlichkeit im Land untergraben.
Massive Attack sind »überrascht und enttäuscht«
In ihrem Instagram-Beitrag sprechen Massive Attack von einer »surrealen Erfahrung«. Dies sei eine Erinnerung daran, dass Menschenrechte und das Recht auf freie Meinungsäußerung überall dort verteidigt werden müssten, wo sie bedroht seien.
Vom Vorgehen der Polizei zeigten sich die Musiker »überrascht und enttäuscht«. Man habe sich »nicht vorstellen können«, dass es einen Gesetzesbruch darstellen könnte, die Fahne eines von vielen Ländern anerkannten Staates zu zeigen.


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