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Biden greift Trump bei seltenem Auftritt an: "Was ein Loser"

3 weeks ago 10

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Aktualisiert am 28.06.2026 - 20:03 UhrLesedauer: 20 Min.

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Im Video: Der Politiker nennt Trump einen "Verlierer"

Donald Trump zeigt sich als griechischer Titan. Biden greift seinen Vorgänger an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 28. Juni

Biden attackiert Trump

Joe Biden hat US-Präsident Donald Trump bei einem seltenen öffentlichen Auftritt scharf attackiert. Bei einer Veranstaltung der Demokratischen Partei im Bundesstaat Maryland machte sich der frühere Präsident über Trumps Bauprojekte in Washington lustig. Mit Blick auf die Sanierung des Wasserbeckens vor dem Lincoln Memorial sagte Biden, Trump habe dafür sogar "seinen eigenen Poolreiniger" engagiert. Dann setzte er nach: "Meine Güte, was für ein Loser."

Biden beließ es nicht bei Spott über die Bauvorhaben. "Es sind nicht nur seine Eitelkeitsprojekte", sagte der Demokrat. Das Wasserbecken stehe für "etwas noch Schlimmeres als den Narzissmus und die Inkompetenz im Kern dieser Regierung". Gemeint seien "Korruption, unverhohlene, dreiste Korruption – in einem Ausmaß, wie es sie in der amerikanischen Geschichte noch in keiner Regierung gegeben hat". Trump habe seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus Milliarden verdient. "Er kennt keine Scham. Und ehrlich gesagt ist das beschämend für unser Land", sagte Biden. "Mit dem Präsidentenamt Geld zu verdienen, ist einer der Gründe, warum er Präsident sein will."

Der Auftritt war einer der wenigen des 82-Jährigen seit seiner Krebsdiagnose. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt tritt Biden nur noch selten öffentlich auf. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf seine Vorwürfe.

Samstag, 27. Juni

Trump teilt Bild von sich als Titan

US-Präsident Donald Trump hat ein offenbar KI-generiertes Bild auf der Plattform Truth Social geteilt, das ihn in einer Pose zeigt, die an Skulpturen des griechischen Titanen Atlas angelehnt ist. Trump trägt darin die Erdkugel auf den Schultern, über seinem Arm hängt eine amerikanische Flagge.

Atlas ist in der griechischen Mythologie einer der Titanen. Er war der Sohn des Iapetos und der Klymene. Nachdem die Titanen den Krieg gegen die olympischen Götter verloren hatten, verurteilte Zeus Atlas zu einer ewigen Strafe: Er musste das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern tragen und so Himmel und Erde voneinander getrennt halten. Entgegen einer weitverbreiteten Vorstellung trägt Atlas also nicht die Erde, sondern den Himmel.

Trump stellt neuen ICE-Direktor vor

US-Präsident Donald Trump hat auf Truth Social bekannt gegeben, dass er Lance Schroyer als neuen Direktor der Einwanderungsbehörde ICE ausgewählt hat. "Lance verfügt über mehr als 29 Jahre Erfahrung im Strafverfolgungswesen in Oklahoma", schrieb Trump. Er forderte den US-Senat auf, die Nominierung unverzüglich zu bestätigen. Schroyer ist aktuell Berater von Heimatschutzminister Markwayne Mullin. Er soll Todd Lyons nachfolgen, den Trump im März 2025 kommissarisch an die Spitze der ICE berufen hatte. Lyons verließ den Posten im Mai 2026, wenige Wochen nach der Entlassung der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem.

"Seid brav!": Trump zeigt neuen US-Pass – mit seinem Porträt

US-Präsident Donald Trump hat eine überarbeitete Gestaltung des angekündigten Sonderpasses zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit vorgestellt. Auf Truth Social veröffentlichte er eine Passseite, auf der er selbst großformatig vor dem Text der Unabhängigkeitserklärung zu sehen ist. Das Design unterscheidet sich von einem früheren Entwurf, der ein klassisches Porträt des Präsidenten zeigte. Trump schrieb bei Truth Social dazu: "Willkommen, aber seid brav!"

Das Weiße Haus veröffentlichte später dieselbe Darstellung auf der Plattform X. Ob das gezeigte Motiv das endgültige Design des Sonderpasses ist, blieb zunächst offen. Das US-Außenministerium reagierte auf eine Anfrage des Senders CNN zunächst nicht.

Der Sonderpass war bereits im April angekündigt worden und soll an den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA erinnern. Nach Angaben des Außenministeriums soll er zunächst bei persönlichen Passverlängerungen in der Passbehörde in Washington ausgegeben werden. Für Online-Anträge und andere Standorte bleibt vorerst das bisherige Passdesign bestehen.

Texas schreibt Bibeltexte für Millionen Schüler vor

Im US-Bundesstaat Texas sollen künftig erstmals Bibeltexte zur Pflichtlektüre an öffentlichen Schulen gehören. Die republikanisch dominierte Bildungsbehörde des Bundesstaats billigte am Freitag eine neue landesweite Leseliste, die für mehr als fünf Millionen Schülerinnen und Schüler gelten soll. Die Einführung ist gestaffelt geplant und soll 2030 zunächst an Grundschulen beginnen.

Nach dem Beschluss müssen ab der siebten Klasse unter anderem Auszüge aus dem Buch Jona und den Psalmen gelesen werden. In höheren Klassen sollen weitere Bibelstellen hinzukommen, darunter Passagen aus der Genesis und den Klageliedern. Lehrkräfte dürfen zwar weiterhin zusätzliche Bücher auswählen, müssen diese aber ergänzend zur verpflichtenden staatlichen Leseliste behandeln.

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Der Beschluss löste erneut eine Debatte über die Rolle von Religion an öffentlichen Schulen in den USA aus. Kritiker werfen Texas vor, die verfassungsrechtliche Trennung von Kirche und Staat zu unterlaufen und dem Christentum Vorrang vor anderen Religionen einzuräumen. Befürworter argumentieren, jüdisch-christliche Traditionen hätten die Gründung der USA stark geprägt und sollten deshalb im Unterricht vorkommen. Texas hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die Zehn Gebote in jedem Klassenzimmer öffentlicher Schulen auszuhängen.

Weinstein scheitert mit Berufung

Ein Berufungsgericht in Kalifornien hat es abgelehnt, einen früheren Schuldspruch gegen Harvey Weinstein (74) wegen Sexualverbrechen aufzuheben. Das dreiköpfige Richtergremium bestätigte am Freitag (Ortszeit) die Verurteilung des früheren Hollywood-Moguls aus dem Jahr 2022, ordnete aber die Festsetzung eines neuen Strafmaßes an.

Bei dem Prozess in Los Angeles war Weinstein im Dezember 2022 wegen Sexualverbrechen in drei Anklagepunkten, darunter Vergewaltigung, schuldig gesprochen worden. Die Vorwürfe stammten von vier Frauen in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Die meisten Übergriffe sollen in Hotels in Beverly Hills stattgefunden haben. Im Februar 2023 wurde er dafür zu 16 Jahren Haft verurteilt.

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