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Baden-Württemberg: Hier war die AfD bei der Wahl besonders stark

2 months ago 13

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Wahl in Baden-Württemberg

Hier ist die AfD stärkste Kraft


Aktualisiert am 10.03.2026 - 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.

35. Mitgliederversammlung des LandesbauernverbandesVergrößern des Bildes

AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier (Archivbild): Schon am Wahlabend bot er sich immer wieder der CDU an. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

In Baden-Württemberg hat die AfD ihr bestes Wahlergebnis bei einer westdeutschen Landtagswahl erzielt. Dennoch wird die Partei in der Opposition bleiben.

Die AfD in Baden-Württemberg hat das beste Wahlergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland erzielt. Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 hat die Partei ihr Ergebnis fast verdoppelt. "Wir sind jetzt auch in Baden-Württemberg Volkspartei", sagte Bundesparteichef Tino Chrupalla.

Obwohl Spitzenkandidat Markus Frohnmaier einen Vorstoß in Richtung CDU unternahm, dürfte es für seine Partei dennoch bei einem Platz auf der Oppositionsbank bleiben. CDU-Landeschef Manuel Hagel schloss aus, sich von der AfD zum Regierungschef wählen zu lassen. Der Verfassungsschutz im Südwesten beobachtet die Partei als rechtsextremistischen Verdachtsfall.

Stark schnitt die AfD vor allem in ländlicheren Gebieten wie dem Schwarzwald ab. Im südbadischen Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen bekam sie ihren höchsten Zweitstimmen-Anteil von 26,7 Prozent, lag aber hinter der CDU.

In wenigen städtischen Wahlkreisen hingegen blieb sie einstellig. Allerdings gibt es hier zwei prominente Ausnahmen: In Pforzheim wurde die AfD gemessen an den Zweitstimmen mit 26,4 Prozent stärkste Kraft. Und im Wahlkreis Mannheim I gewann ihr Kandidat Bernhard Pepperl sogar das Direktmandat.

Das gute Abschneiden am Sonntag kam nicht überraschend: Schon bei der Bundestagswahl 2025 hatte die Partei in Baden-Württemberg – wie auch in anderen westdeutschen Ländern – zugelegt. Mit 19,8 Prozent der Zweitstimmen lag die AfD im Südwesten nur knapp unter dem bundesweiten Schnitt.

Ist der Zenit überschritten, da der Wert nun etwas darunter liegt? Das wäre eine leicht optimistische Interpretation, sagte Rolf Frankenberger vom Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) an der Universität Tübingen der Deutschen Presse-Agentur. "Die Partei hat ausgeschöpft, was sie kann."

In den meisten Wahlkreisen sind die meisten Zweitstimmen allerdings dennoch an CDU und Grüne gegangen. Die Grünen haben ihre Hochburgen deutlich in den Städten und im Stuttgarter Umland. Im Wahlkreis Stuttgart I gingen 50 Prozent der Zweitstimmen an die Partei von Spitzenkandidat Cem Özdemir.

In Heidelberg gingen 47,4 Prozent an die Grünen und auch in Freiburg, Karlsruhe und Tübingen lag die Partei bei über 40 Prozent. Im Wahlkreis Mannheim I, in dem der AfD-Kandidat das Direktmandat holte, gingen mit 27,6 Prozent die meisten Zweitstimmen dennoch an die Grünen.

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