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Billig-Papp-Drohne statt Hightech: Das ist die "AirKamuy 150"
09.05.2026 - 16:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Japan testet besonders günstige Drohnen aus Wellpappe. Sie könnten künftig in großer Zahl für Aufklärung, Täuschung oder Angriffe eingesetzt werden.
Japan treibt den Ausbau unbemannter Militärsysteme voran – und setzt dabei auf ungewöhnlich günstige Drohnen aus Karton. Nach Angaben von Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi nutzt die japanische Marine bereits erste Modelle des Start-ups AirKamuy als Luftziele für Übungen.
Die "AirKamuy 150" besteht überwiegend aus wasserabweisender Wellpappe. Laut Hersteller kostet ein Exemplar rund 2.000 bis 2.500 US-Dollar – deutlich weniger als viele andere militärische Drohnen. Möglich wird das durch eine einfache Konstruktion: Die Drohnen sollen mit gewöhnlicher Infrastruktur der Kartonindustrie gefertigt werden können.
Das Modell soll elektrisch betrieben etwa 80 Minuten in der Luft bleiben oder rund 80 Kilometer weit fliegen können. Es kann laut Hersteller Nutzlasten von bis zu etwa 1,5 Kilogramm tragen, wird flach verpackt geliefert und in wenigen Minuten zusammengesetzt.
Drohne kann Störsysteme oder Sprengladungen tragen
AirKamuy sieht die Drohne vor allem für Einsätze in großer Stückzahl vor – etwa als Täuschungsziel, für Aufklärung oder zur Überlastung gegnerischer Luftabwehr. Auch kleinere Störsysteme oder begrenzte Sprengladungen könnten transportiert werden.
Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, welche Rolle günstige Drohnen bei Aufklärung und Angriffen spielen können. Japans Karton-Drohne passt damit in einen internationalen Trend: Streitkräfte setzen zunehmend auf billige, austauschbare Systeme statt ausschließlich auf teure Hightech-Plattformen.


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