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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwaySchlagabtausch bei "Maischberger"
"Da können Sie noch so lachen"
Aktualisiert am 29.09.2026 - 07:38 UhrLesedauer: 4 Min.
CDU-Ministerpräsident Schulze und AfD-Politiker Baumann streiten sich bei "Maischberger". An einer Stelle muss der CDU-Mann lachen.
Moderatorin Sandra Maischberger hat mit ihren Gästen am Montag die Koalitionsoptionen nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt diskutiert. Für Uneinigkeit sorgte die Frage, ob die CDU nach ihrer herben Niederlage auf Regierungsbildungs-Angebote der SPD eingehen sollte. Die Christdemokraten hatten Gespräche mit den Sozialdemokraten zuletzt abgelehnt. "Ich finde das richtig", erklärte Spitzenkoch Christian Rach, der als Kommentator geladen war. Die CDU habe in dem Bundesland schließlich keinen Regierungsauftrag bekommen.
Gäste
- Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
- Bernd Baumann (AfD), Parlamentarischer Geschäftsführer
- Peer Steinbrück (SPD), ehemaliger Bundesfinanzminister
- Christian Rach, Spitzenkoch und Moderator
- Sophia Maier, Journalistin
- Paul Ronzheimer, "Bild"-Journalist
Ganz anders bewertete die freie Journalistin Sophia Maier die Lage. "Ich finde es komplett verantwortungslos", rügte sie die Entscheidung des noch amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze. "Es ist 80 Jahre her, dass in diesem Land Nazis geherrscht haben", erinnerte Maier und fügte hinzu: "Wir stehen kurz davor, dass wieder Rechtsextreme die Geschichte eines Bundeslandes bestimmen." Die CDU habe zwar keinen Regierungsauftrag bekommen, die Partei sei aber dennoch in der Verantwortung, demokratische Mehrheiten zu suchen, so Maiers Appell.
Schulze beharrt auf Oppositionsrolle
Ministerpräsident Schulze erteilte dieser Hoffnung eine deutliche Absage. Im Interview mit Maischberger erklärte er: Das Wahlergebnis von 17 Prozent sei eine "klare Niederlage" und kein Regierungsauftrag. Seine Partei werde sich nicht an einer Regierungsbildung beteiligen, bekräftigte er. Das sei nun "Aufgabe der AfD".
Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Bernd Baumann, erklärte im Studio: "Wir versuchen jetzt alles – wir sprechen mit jedem", die CDU verweigere sich den Gesprächen aber noch. Die Absage sei bisher jedoch nur von Schulze gekommen, auf die "offizielle Antwort" der Partei sei man noch gespannt, so Baumann. Außerdem setze die AfD Hoffnung auf neue Töne nach dem CDU-Landesparteitag im Dezember. Seine Partei habe noch am Tag der Wahl "ganz offiziell" geantwortet, dass sie in die Opposition gehe, stellte Schulze klar.
Wer unterstützt die AfD? Einige der Antworten auf Fragen zu diesem Thema sorgten bei "Maischberger" am Montag für lautes Lachen – sowohl im Publikum als auch bei den Studiogästen. "Haben Sie Rechtsextremisten in den Reihen?", wollte die Moderatorin von Baumann wissen. Die Forderungen seiner Partei lägen "klar auf dem Tisch", erklärte der, und fügte zur deutlich vernehmbaren Belustigung des Publikums hinzu: "Davon ist gar nichts rechtsextrem." Die CDU habe seine Partei 2017 bei ihrem Einzug in den Bundestag als rechtsextrem "geframed" wegen ihrer Migrationspolitik, so Baumann. Diese habe sie dann später selbst übernommen, führte er aus.


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